Fußball: Landesliga 4

Zicke zacke, zicke zacke, Heu, Heu, Heu – Feinfuß zurück zum VfL Senden

Senden/Ascheberg

Mittelfeldlenker Hendrik Heubrock verlässt nach nur einem Jahr seinen Heimatverein, den A-Ligisten TuS Ascheberg, und kehrt zum VfL Senden zurück. Dort wird der 26-Jährige mit offenen Armen empfangen.

Von Florian Levenig

Verlässt den TuS nach nur einem Jahr: Hendrik Heubrock. Foto: hbm

Geplant war das so nicht. Hendrik Heubrock hatte ja aus gutem Grund 2020 den Landesligisten VfL Senden verlassen, um fortan, zwei Klassen tiefer, für seinen Heimatverein TuS Ascheberg zu kicken. Zum einen war da die zusätzliche Belastung nach einem Arbeitsplatzwechsel des Bankers. Und zum anderen die Aussicht, wieder mit der halben Verwandtschaft sowie manchem Kegelbruder gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Insofern glaubt man dem 26-jährigen Mittelfeldmann sofort, dass es ihm „megaschwer“ falle, dem TuS nach nur einem Jahr Lebewohl zu sagen und sich ein zweites Mal dem VfL anzuschließen.

Fahrgemeinschaft

Wieso die Rolle rückwärts nach nur zwölf Monaten? „Zum einen lässt mir der Job doch mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Das VfL-Abschlusstraining am Freitag ist eh kein Thema. Dank Gleitzeit und Home Office habe ich zusätzlich die Möglichkeit, mindestens ein weiteres Mal in der Woche nach Senden zu fahren.“ Noch dazu können Rabah Abed und er demnächst bei den Spritkosten halbe-halbe machen: Heubrock lebt in Lüdinghausen, sein langjähriger Mitspieler und baldiger Coach ist Seppenrader.

Die Pandemie habe ebenfalls einen Anteil an seiner Entscheidung. Während der eine oder andere während der coronabedingten Auszeit festgestellt hat, dass Amateursport nicht alles und ein freier Sonntag ja doch ganz schön ist, habe das Virus bei ihm genau das Gegenteil ausgelöst: „Ich habe, wie jeder, zuletzt Ende Oktober vor den Ball getreten und inzwischen richtig Bock darauf, dass es wieder losgeht.“ Dabei fühle es sich fast so an, als wäre er nie weg gewesen: „Nachdem der Wechsel fix war, hat sich sofort ,Günni‘ (Felix Berning – d. Red.) bei mir gemeldet.“

Kaderplanung abgeschlossen

Der Ex-Kapitän des VfL wird ihm bei der Gelegenheit bestätigt haben, was „Heu“ zuvor bereits den WN-Berichten entnommen hatte: Dass seit dem Umbruch vor der Spielzeit 2020/21 Spektakel im Sportpark garantiert sind. „Das scheint ne richtig geile und vor allem junge Combo zu sein. Ich zähle demnächst mit Mitte 20 ja schon zu den Ältesten im Team.“ Auch glaubt der Mann mit dem feinen Füßchen, der an guten Tagen ein Match allein entscheiden kann, dass mit Sendens lange verletztem Abwehrchef Patrick Reckmann „die Stabilität im hinteren Bereich zurückkehrt“.

Taylan Berik freut sich sehr über den Personal-Coup: „Wir haben schließlich lange genug um ihn geworben. ,Heu‘ ist nicht nur ein fantastischer Fußballer, sondern auch menschlich ein Riesentyp.“ Mit der Heubrock-Verpflichtung seien die Kaderplanungen für die Saison 2021/22 abgeschlossen, so der sportliche Leiter des VfL.

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