1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Lokalsport
  6. >
  7. BFC ist keine Zwangsehe

  8. >

Fusion zwischen Preußen Borghorst und SV Wilmsberg

BFC ist keine Zwangsehe

Vielleicht war es gar nicht mal so schlecht, dass der für die Versammlung bestellte Notar nicht pünktlich vor Ort war. Natürlich machte sich zunächst leichte Unruhe breit. Es wurde gerätselt, warum die Versammlung einfach nicht beginnen wollte. Ab 19 Uhr wurden die verantwortlichen Vorstandspersonen verständlicherweise auch ein wenig nervös.

Günter Saborowski

In der mit fast 300 Mitgliedern beider Clubs gut gefüllten Borghorster Gymnasiums-Mensa allerdings war nichts von Anspannung zu spüren. Es wurde locker geplaudert, gewitzelt und spekuliert, wie das Ganze denn wohl ausgehen könnte. Es entstand für Außenstehende zu keinem Zeitpunkt der Wartefrist der Eindruck, dass sich hier die Beteiligten zweier fremder Vereine zusammengefunden haben, um eine „Zweck- oder Zwangsehe“ einzugehen.

Im Gegenteil, hier und da standen Spieler aus gemeinsamen oder auch mal getrennten Zeiten zusammen, ältere wie jüngere Kicker plauderten miteinander oder lachten über gemeinsam erlebte Fußball-Anekdoten. Als wenn sie sich schon jahrelang nicht nur kennen, sondern auch schätzen würden.

Vor diesem Hintergrund war die Versammlung – auch ohne Notar – eine gelungene. Dass es am Ende genauso verlief, wie sich der größte Teil der Mitglieder beider Vereine und deren Vorstände gewünscht hatte, war erfreulich, aber auch erwartbar. Die fünf Nein-Stimmen aus den Reihen der Piggen sollten zu verkraften sein.

Was nun folgen muss, ist ein sportlicher wie auch gesellschaftlicher Aufbruch in eine neue Vereinszukunft, die geprägt sein sollte von Verständnis und fruchtbarer Zusammenarbeit – so wie es die Vorstände beider Clubs bereits vorgemacht haben.

Startseite