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Handball: Landesliga

"Bislang sind wir kein gutes Team" - Nullacht-Trainer Sparenberg ist trotz Tabellenführung nicht zufrieden

Münster

Die Handballer des SC Münster 08 empfangen am Samstag als Landesliga-Spitzenreiter den HC Ibbenbüren. Obwohl der Kanalclub die ersten beiden Spiele gewonnen hat, sehen Coach und Kapitän noch viel Verbesserungsbedarf.  

Von Wilfried Sprenger

Nullacht-„Urgestein“: Niels Sibbersen trägt seit einer Dekade das Trikot der Münsteraner und ist – natürlich – auch Kapitän der Mannschaft. Foto: fotoideen.com

Der Start war nicht gut, aber erfolgreich – und damit dann doch irgendwie zufriedenstellend. Früh in der Saison führen die Männer von Münster 08 das Klassement in der Handball-Landesliga an. Die ersten Punkte fuhr das Team gegen Nachbar Sparta ein, die nächsten gegen Neuenkirchen. Beide Begegnungen waren eng und endeten 24:23. „Die Jungs haben offenbar gute Nerven, ich brauche das nicht jedes Mal“, sagt Trainer Kay Sparenberg.

Nullacht, das im Sommer einen Aufstiegswunsch hinterlegte, am „grünen Tisch“ dann allerdings von Kinderhaus ausgestochen wurde, zählt definitiv zum Kreis der Titelaspiranten. „Da gibt es aber auch andere“, stellt Sparenberg schnell fest. Rückblickend sagt er: „Wir hätten die ersten Spiele auch verlieren können.“ Tatsächlich scheint das Feld in der Staffel 3 sehr dicht beieinander. Am Samstag (17 Uhr, Sporthalle Ost) misst sich der Tabellenführer mit dem HC Ibbenbüren. Münsters Coach erwartet eine schwierige Prüfung: „Ich habe Ibbenbüren auf dem Zettel, ein richtig gutes Team.“

Nullachts Traum heißt Verbandsliga

Ein gutes Team zu sein – diesen Anspruch hat auch Nullacht. „Bislang sind wir es nicht. Wir sind in beiden Spielen schlecht reingekommen, hatten zu wenig Ideen und brauchten viel Kampf, um Fuß zu fassen“, konstatiert Niels Sibbersen. Der bald 33-Jährige ist Münsters Kapitän und mit zehnjähriger Zugehörigkeit auch dienstältester Spieler. Verbandsliga hat er noch nicht gespielt. „Das ist verlockend. Aber für mich würde es dann auch richtig schwer“, räumt er ein.

Viele Jahre sind die Spieler beim SCM gekommen – und wieder gegangen. Oft prägten Studenten den Kader. „Uns fehlt der Unterbau, wir sind auf diese Unterstützung angewiesen und sehr froh darüber“, erklärt Sibbersen. Zuletzt hielten sich die personellen Verschiebungen in überschaubaren Grenzen. „Und es sieht so aus, als würde die Mannschaft noch ein, zwei Jahre zusammenbleiben“, so Sibbersen. Ein guter Zeitpunkt, um Herausforderungen anzunehmen und Kurs auf die höhere Klasse zu steuern. Ja, wenn nicht jetzt, wann dann ...

Tabellarisch stehen die Nullachter gut da, auf dem Feld ist noch Luft nach oben. „Es gibt viel zu tun“, meint Sibbersen. „Vor allem unsere Angriffsleistungen sind verbesserungswürdig“, meint Sparenberg. De facto werden 24 Tore beileibe nicht immer genügen, um Punkte einzusacken. Der Trainer sieht Ansatzpunkte. „Wir müssen ruhiger werden und dürfen nach fragwürdigen Entscheidungen gegen uns nicht mehr solange hadern. Das führt in den Folgehandlungen oft zu Fehlern“, sagt Sparenberg. Gegen Ibbenbüren wird sich sein Team nicht viele Schwächen leisten können.

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