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Handball: David Brinkgerd von SW Havixbeck im Interview

Boxen bringt ihn weiter

Havixbeck

David Brinkgerd gehörte im Heimspiel der Bezirksliga-Handballer von SW Havixbeck gegen die DJK Coesfeld-VBRS zu den auffälligsten Akteuren. Das Engagement des Rückkehrers ist allerdings zeitlich begrenzt, verriet der 22-Jährige im WN-Interview.

Marco Steinbrenner

Nicht zu stoppen: Gegen Coesfeld machte David Brinkgerd (l.) ein richtig gutes Spiel. Foto: Johannes Oetz

Er ist wieder zurück: David Brinkgerd verstärkte den Handball-Bezirksligisten Schwarz-Weiß Havixbeck bereits beim Dreikönigsturnier (DKT) am 2. Januar und hatte am vergangenen Sonntag einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass zum Start in die zweite Saisonhälfte ein 28:28-Unentschieden gegen die DJK Coesfeld-VBRS heraussprang. Das Mitwirken des 22-Jährigen ist allerdings zeitlich begrenzt. Im Gespräch mit WN-Mitarbeiter Marco Steinbrenner verriet das Eigengewächs die Hintergründe.

Ihr Trainer, Martin Drewer, gewann während der Coesfeld-Partie den Eindruck, als seien Sie gar nicht aus Havixbeck weg gewesen...

Brinkgerd: Das stimmt aber nicht (lacht). Aufgrund meines dualen Studiums der Wirtschaftsinformatik war ich in den vergangenen drei Monaten in Ravensburg. Jetzt geht meine Ausbildung bis zum 13. März in Düsseldorf weiter, sodass ich wieder in Havixbeck spielen kann.

Gab es beim DKT denn gar keine Abstimmungsprobleme mit Ihren Teamkollegen?

Brinkgerd: Am Anfang hatte ich schon einige Startschwierigkeiten. Gegen die DJK Coesfeld-VBRS lief es in der Vorwoche dann aber schon deutlich besser. Mit Jonas Lügering oder Frederick Leusmann beispielsweise spiele ich schon viele Jahre zusammen. Da weiß der eine genau, was der andere macht. Bei den neu einstudierten Spielzügen musste dann allerdings Thorsten Lejeune in der Rückraummitte spielen.

Wie halten Sie sich fit?

Brinkgerd: Wenn ich in Düsseldorf bin, trainiere ich gemeinsam mit dem Ex-Havixbecker Lars Fischer bei Fortuna. In Ravensburg habe ich mit Fitness-Boxen angefangen.

Fitness-Boxen? Was genau verbirgt sich hinter dieser Sportart?

Brinkgerd: Einfach gesagt: Das ist Boxen ohne Körperkontakt. Ich muss meinen Horizont erweitern und körperlich fit bleiben. Deshalb bin ich dazu gekommen.

Profitieren Sie auch als Handballer vom Fitness-Boxen?

Brinkgerd: Auf jeden Fall. Ich merke, dass ich noch athletischer und schneller geworden bin.

Hand auf´s Herz: Hatten Sie im Vorfeld damit gerechnet, so schnell wieder in die Mannschaft hineinzufinden?

Brinkgerd: Ganz ehrlich? Nein, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber ich muss auch ein Kompliment an die Jungs aussprechen. Der Mannschaftszusammenhalt ist einfach bombastisch gut. Deshalb fiel mir die Eingewöhnung auch sehr leicht. Aber so ein, zwei Wochen brauche ich noch, bis alles optimal funktioniert.

Und wenn es dann läuft, sind Sie auch schon wieder weg...

Brinkgerd: Ja, leider. Ab dem 13. März steht für mich ein Auslandssemester im kalifornischen Santa Barbara auf dem Programm. Aber zur neuen Saison bin ich ja wieder da.

Welches sportliche Ziel haben Sie sich für die nächsten knapp acht Wochen gesetzt?

Brinkgerd: Ich möchte mit der Mannschaft natürlich so schnell wie möglich den Tabellenkeller verlassen. Die Einstellung stimmt. Wir sind auch schon, trotz des niedrigen Durchschnittsalters, abgezockter geworden. Wichtig wird zukünftig sein, dass wir aus einer guten Deckung mehr schnelle Tore erzielen.

Am Sonntag kommt der Tabellennachbar aus Gronau in die Baumberge-Sporthalle. Ihr Tipp?

Brinkgerd: Ich glaube, dass das Spiel zunächst ausgeglichen verlaufen wird. Am Ende gewinnen wir aber mit fünf Toren Vorsprung.

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