1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Lokalsport
  6. >
  7. Der personell gebeutelte USC Münster verliert 0:3 gegen Potsdam

  8. >

Volleyball: Bundesliga Frauen

Der personell gebeutelte USC Münster verliert 0:3 gegen Potsdam

Münster

Da war nichts zu holen. In 83 Minuten verlor der USC Münster am Samstagabend gegen den SC Potsdam, zu groß waren die personellen Probleme bei den Unabhängigen, die trotz der Niederlage in vielen Situationen Pluspunkte sammelten. Dabei gab eine ehemalige USC-Kapitänin ihr Heim-Comeback – auf einer ungewohnten Position.

Von Henner Henning

Kein Durchkommen gab es in dieser Szene für USC-Angreiferin Marta Hurst gegen Anastasia Cekulaev (v.) und Laura Emonts, die mit dem SC Potsdam einen 3:0-Erfolg am Berg Fidel feierten. Foto: Jürgen Peperhowe

Sie haben sich gewehrt und viel probiert, haben versucht, den personellen Problemen zu trotzen. Am Ende waren aber alle Mühen vergeblich, nach knapp anderthalb Stunden hatte der USC Münster gegen den SC Potsdam mit 0:3 (22:25, 21:25, 19:25) verloren. Den Stab über ihre Mannschaft wollte Lisa Thomsen jedoch nicht brechen, die Trainerin fand lobende, aufmunternde Worte für ihr dezimiertes Team. „Wir haben versucht, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen. Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist.“

Thomsen musste angesichts der Ausfälle kreativ werden – und zog abermals Ines Bathen als Überraschung aus ihrem Taktikhut. Die reaktivierte ehemalige USC-Kapitän, die schon in Wiesbaden ihr Comeback im Volleyball-Oberhaus gegeben hatte, spielte diesmal als Libera. So wurde Marta Hurst wieder für eine Angriffsrolle frei, da neben Topscorerin Iris Scholten auch die zweite Diagonalangreiferin Nikolina Maros angeschlagen war. Und die Unabhängigen, die wegen der Verletzungen von Barbara Wezorke und Sara Dukic in der 17-jährigen Maya Sendner und der ebenfalls nicht ganz fitten Juliane Schröder nur zwei einsatzfähige Mittelblockerinnen in ihren Reihen hatten, machten es in neuer Konstellation zunächst gut. Maria Schlegel sorgte für das 9:8, Münster mischte voll mit. Auch vom zwischenzeitlichen 11:15 ließ sich der Gastgeber nicht erschüttern, war nach einer starken Rettungsaktion Bathens mit folgendem Schlegel-Punkt beim 15:16 wieder auf Tuchfühlung. Bis zum 20:21, dann läutete Potsdams Anastasia Cekulaev einen den ersten Satz entscheidenden 3:0-Lauf ein.

Stein gibt Heim-Debüt

Mit Mut und Herz sollte der USC, so die Thomsen-Vorgabe, auftreten. Sollte der angespannten Personallage mit Einsatz trotzen. Das tat er auch, nicht nur beim Punkt von Mia Kirchhoff zum 7:7, dem ein langer Ballwechsel vorausgegangen war. Ja, der Wille war da. Aber er allein reichte nicht, um den Tabellendritten zu knacken. Fünf Ballwechsel am Stück entschied der Gast nach dem Ausgleich für sich, erst der gerade eingewechselte Neuzugang Alexandra Stein beendete den Lauf. Allerdings nur kurz, auf das 8:12 folgten vier weitere SCP-Punkte. Der Rückstand war wieder beträchtlich und in Summe zu groß. Zwar startete Münster mit leichter Unterstützung Potsdams noch einen zaghaften Annäherungsversuch, näher als drei Zähler (15:18, 17:20) aber kam die Thomsen-Mannschaft nicht heran. Nemeth schloss die Akte in Durchgang zwei und brachte ihr Team damit ein Stück weiter in Richtung perfekte englische Woche mit Siegen zuvor gegen Vilsbiburg (3:2) und Aachen (3:0).

Kirchhoff spielt auf Diagonal

Die Frage stellte sich den 576 Zuschauern, was denn noch ging für den USC. Nun ja, es war ein bisschen das Spiel wie in den beiden ersten Durchgängen. Münster wehrte sich tapfer, da aber die Waffen zu oft zu stumpf blieben und Potsdam sich zu wenige Blößen gab, wurde es ab Satzmitte wieder eine klare Angelegenheit für den SCP. Cekulaev stellte auf 16:11, so richtig glaubte da wohl keiner mehr an den USC. Ok, Kirchhoff – erstmals als Diagonalangreiferin in Aktion – brachte ihre Farben noch einmal heran (15:17), mehr aber auch nicht. Potsdam spielte es einfach zu solide, als dass Münster noch einmal gefährlich hätte werden können. Nemeth machte den Sack zu, verwandelte den dritten Matchball. Zu groß waren die Probleme des USC, um diese Aufgabe gegen den „sehr guten, sehr konstant spielenden Gegner“ (Thomsen) zu stemmen. Das stand spätestens nach den 83 Minuten Spielzeit fest.

Startseite
ANZEIGE