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Triathlon

Der Traum von Hawaii wird wahr: Markus Nobbes Weg zur WM

Greven

Das muss man sich immer wieder vor Augen führen. Wer sich einem Ironman stellt, der ist lange unterwegs. Sehr lange. Und doch ziemlich flott. Markus Nobbe benötigte für die 3,6 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rad und die 42,195 Kilometer zu Fuß 11:26:15 Stunden. Und sicherte sich so eines der begehrten Tickets für die Weltmeisterschaften Anfang Oktober auf Hawaii.

Die Erleichterung ist ihm anzusehen, die Erschöpfung auch: Nach Foto: Privat

Es ist der Traum eines jeden Triathleten, einmal beim legendären Ironman auf Hawaii dabei zu sein. Verhältnismäßig wenigen ist es vergönnt, sich tatsächlich zu qualifizieren. Er gehört in diesem Jahr dazu: Markus Nobbe, Triathleth beim SV Greven, hat eines der begehrten Tickets gelöst. Zwei Jahre Vorbereitung mit Höhen und Tiefen hinter liegen ihm. Vor ihm liegt der der Abstecher nach Hawaii, wo Anfang Oktober die besten Triathleten um den Weltmeistertitel schwimmen, Rad fahren und laufen.

Es ist jedes Jahr das selbe Prozedere: Tausende Sportler bewerben sich um die 2500 Slots für die Teilnahme der Triathlon World Championships, die bei zahlreichen Ironman-Veranstaltungen weltweit vergeben werden.

Er versucht seit zwei Jahren sein Glück: Markus Nobbe, seit Jahren einer der erfolgreichsten Triathleten in Greven. Beim ersten Versuch in Hamburg vor einem Jahr erreichte der SVG-Athlet zwar Rang 20 in seiner Altersklasse (50 bis 54), für die Qualifikation reichte das jedoch nicht.

Nun ein neuer Anlauf, diesmal im englischen Bolton. Einer, der von Erfolg gekrönt war. Nach einem guten Schwimmauftakt verließ Nobbe die Fluten des Pennington Flash nach 3,8 Kilometern auf Platz 49 und nach 1:17 Stunde.

Weil die anspruchsvolle 180 Kilometer lange Radstrecke mit 2500 Höhenmetern genau auf die Stärke des Greveners zugeschnitten war, gelang ihm eine eindrucksvolle Aufholjagd. Bereits nach der zweiten von drei Runden hatte sich Nobbe auf den 20. Platz vorgearbeitet. Nach 6:17 Stunden erreichte er die Wechselzone schließlich auf Rang zwölf seiner Altersklasse.

Beste Voraussetzungen für den Marathon, der ebenfalls mit reichlich Höhenmetern gespickt war und den Athleten nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke abverlangte.

Kurze Gehpausen an den Verpflegungsstellen, Cola und Gels sollten nicht die einzigen Begleiter Nobbes sein. Ein Tross von Unterstützern mit einem großen Banner war Nobbe bis nach Bolten gefolgt. „Das Laufen muss man sich bei einem Ironman wie bei einer Achterbahn Fahrt der Gefühle vorstellen, gerade geht es einem super gut und man kann laufen, als gäbe es kein Morgen und in der nächsten Sekunde fehlt einem jegliche Kraft und Lust weiter zu machen“, so Nobbe, der Durchhaltevermögen bewies und die vielen Freunde, die daheim vor ihren Rechnern das Rennen live mitverfolgten, nicht enttäuschte

In der letzten von vier Runden konnte Nobbe das Tempo nochmals erhöhen, um sich im Zielsprint vom neunten auf den siebten Platz zu schieben, gerade einmal sechs Sekunden vor dem nächsten Verfolger. In der Zeit von 11:26:15 Stunden und als 62. des Gesamtfeldes überquerte Nobbe das Ziel. „Wahnsinn. Der grandiose Zieleinlauf bleibt mir wohl noch lange in guter Erinnerung.“

Ob Platz sieben tatsächlich für den Start auf Hawaii ausreichen würde, sollte sich jedoch erst am nächsten Tag entscheiden, schließlich gab es nur vier Slots zu vergeben. Zum Glück für Markus Nobbe, dass drei vor ihm platzierte Triathleten ihre Plätze nicht nicht beanspruchten. Der Jubel groß, die Erleichterung auch. Die vielen Trainingsstunden, Entbehrungen und der Schweiß der vergangenen beiden Jahre sollten sich gelohnt haben.

Jetzt heiße es für Markus Nobbe: Aloha und auf nach Hawaii zur Triathlon Weltmeisterschaft.

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