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Handball: Landesliga

Die Frauen von Westfalia Kinderhaus greifen schon wieder an

Münster

Im Sommer noch betrübt, nun schon wieder in fröhlicher Aufbruchstimmung: Die Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus haben sich nach dem Rückzug aus der Oberliga rasch gefangen und sind in der Landesliga ein Titelkandidat.

Von Wilfried Sprenger

Es geht aufwärts bei der Westfalia – auch die Momentaufnahme von der Bank dokumentiert den Trend. Foto: Jörg Riemenschneider

Als die Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus im Sommer ihr Oberliga-Team zurückzogen und sich für einen Neuanfang in der Landesliga entschieden, schüttelte es die komplette Damen-Abteilung kräftig durch. „Da stand vieles auf der Kippe. Für kurze Zeit gab es sogar die Befürchtung, dass das Licht komplett ausgeht“, erinnert sich Florian Ostendorf.

Nun, es ging nicht aus, und daran hat Ostendorf, der engagierte Trainer, einigen Anteil. Er blieb, als die Westfalia im Frühjahr und später nach und nach auseinanderfiel. Einige Spielerinnen meldeten sich aus beruflichen Gründen ab, andere taten es studienbedingt, Langzeitverletzungen erschwerten die Planungen zusätzlich. Am Ende standen der freiwillige Rückzug und der kurzfristige Zusammenschluss mit der „Zweiten“ in der Landesliga. Kinderhaus rutschte ins Stimmungstief.

Ostendorf: "Das war so nicht zu erwarten"

Es war eine Momentaufnahme, längst überwiegen im Schulzentrum wieder Freude und Spaß. Die Oberliga ist Geschichte, die Blicke gehen nur noch nach vorn. Und vorn ist im Fall von Kinderhaus auch oben. Als verlustpunktfreier Spitzenreiter führt die Mannschaft das Klassement gemeinsam mit dem SC Everswinkel II (beide 16:0 Punkte) an. „Das war so nicht zu erwarten. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so rasch zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenwachsen würden“, erklärt Ostendorf.

Fünf Spielerinnen aus der ehemaligen Ersten und elf aus der Zweiten sorgen in Münsters Norden für frischen Wind. „Ein großer Teil ist noch relativ unerfahren, aber sehr wissbegierig. Als Trainer macht es mir großen Spaß, ein neues Team zu formen“, sagt Ostendorf.

Beide Torhüterinnen verletzten sich schwer

Dabei steht der Wiederaufbau nicht einmal unter einem guten Stern. Viele Verletzungen zwangen den Coach bereits mehrfach zu Umstellungen. Größtes Unglück widerfuhr der Westfalia, als sich in einem Spiel beide etatmäßigen Torhüterinnen (Deborah Peters und Milena Mumke) einen Kreuzbandriss zuzogen. Kinderhaus stand aber auch nach diesem unglaublichen Schlag wieder auf, beförderte Madita Terstiege und reaktivierte Kathrin Klimas für den Kasten. Was immer blieb, war der Erfolg.

Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Meisterschaft zwischen Kinderhaus und Everswinkel entschieden wird. Ostendorf legt den Druck auf die Schultern des Konkurrenten. „Everswinkel will, wir müssen nicht“, sagt er. Erst im Januar kommt es zum ersten direkten Duell. So weit mag Ostendorf nicht voraus schauen. „Am Wochenende ist Derby gegen Roxel. Im Moment zählt nur das“, meint er.

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