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Fußball: Trainingsauftakt beim SV Drensteinfurt

Budde hat noch lang nicht genug

Drensteinfurt

André Budde leitete am Samstagmorgen die Geschicke beim SV Drensteinfurt für den urlaubenden Thorsten Heinze. In der Not würde der 46-Jährige auch nochmal als Spieler, dann als Stürmer, einspringen. Vor allem aber sollen es seine Schützlinge im Vorwärtsgang besser machen.

Von Niklas Groß

Die erste Ansprache der Saison kommt vom Co: André Budde (l.) vertrat den urlaubenden Thorsten Heinze und schwor seine Mannen auf die kommende Runde ein. Foto: Groß

Er hört nicht auf zu zählen. In seine 28. Saison bei den Senioren ginge er nun, rechnet André Budde vor und begreift die anstehende Spielzeit ausdrücklich mit ein in seine Zeit als Aktiver. „Wenn Not am Mann ist“, würde er wohl nochmal einspringen, sagt Budde, der Stürmer, und verwendet Wendungen wie „pöhlen“ oder „auf‘m Platz stehen“ – da hat einer noch richtig Bock.

In erster Linie aber, das wird im Gespräch auch klar, versteht sich Budde als Co-Trainer von Chef Thorsten Heinze. Budde weiß, wie es sein kann, ohne Co zu arbeiten: Auf seiner bis dato einzigen Station als Spielertrainer, vor zehn Jahren beim Hammer SC, musste Budde das Ding auch alleine stemmen – obwohl der Aufstieg von der B- in die A-Liga gelang, eine zu große Belastung. Nun will der 46-Jährige es selbst besser machen, Thorsten Heinze, den er von klein auf kennt und mit dem er auch schon zusammenspielte, unterstützen, den Trainingsplatz präparieren, es ermöglichen, dass in Gruppen gearbeitet werden kann, den Spielbericht für den Schiedsrichter freigeben – Arbeit, damit Heinze sich ganz auf die Mannschaft konzentrieren kann.

Budde bringt bereits Erkenntnisse mit

Seit zwei, drei Monaten weiß Budde, dass er den Co-Trainer geben wird, und hat sich in dieser Zeit das eine oder anderen Spiel des SV Drensteinfurt angesehen. „Wir wollen mehr nach vorne spielen“, formuliert Budde, was sich aus den Eindrücken und den Gesprächen mit Thorsten Heinze, der noch im Urlaub weilt, ergeben hat. „Am letzten Pass hat es gehapert, daran werden wir arbeiten.“

Sehr positiv ausgeprägt sei unterdessen die Kameradschaft. Ein Pfund, mit dem der SVD in der Tat wuchern kann, ist das Team doch zusammengeblieben und wird lediglich mit zwei Zugängen verstärkt. Julian Vogt kommt vom SV Rinkerode, Issam Benasaid von Davaria Davensberg. „Wir müssen auch in der nächsten Spielzeit über die Kameradschaft kommen, über die Zweikämpfe, über Kondition“, sagt Budde, der sich am Samstagmorgen zum Trainingsauftakt mit seinen Schützlingen auf eine 10-Kilometer-Runde machte. „Mir macht Laufen auch keinen Spaß. Aber im Ligaspiel kann ich bei 40 Grad auch nicht sagen, ,ich hab keinen Bock‘.“

Vier Mal die Woche inklusive Spiel trifft sich das Bezirksliga-Team des SVD in der Vorbereitung. Am Sonntag, 10. Juli, testet es daheim gegen Vorwärts Ahlen. Exakt 168 Stunden später kommt der VfL Mark nach Drensteinfurt. Am Samstag, 23. Juli, geht es auswärts gegen Herringen, einen Tag darauf ebenfalls in der Fremde gegen Hilbeck. Am darauffolgenden Wochenende steht das Heimturnier auf dem Programm sowie am Sonntag, 7. August, die erste Pokalrunde. Die Meisterschaft beginnt am Sonntag darauf.

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