1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Drensteinfurt
  6. >
  7. Crosses Ding

  8. >

Marco Westhues aus Walstedde ist passionierter Rallye-Cross-Fahrer

Crosses Ding

Walstedde

Marco Westhues ist zurück auf der Strecke – und mit ihm ein bedeutender Teil Rallye-Cross in heimischen Gefilden. Westhues betreibt seinen Sport mit großer Leidenschaft und geht in Kürze in der Umgebung an den Start.

Von Simon Beckmann

Schon 2019 startete Marco Westhues in Vellern und freut sich nun auf eine Rückkehr. Foto: Simon Beckmann

Dreck spritzt meterhoch in die Luft, die Reifen drehen durch und selbstgebaute Karosserien heizen mit Vollgas über präparierte Felder und Äcker der Republik: Auf diese Momente hat Marco Westhues nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause gewartet. Endlich sitzt der 38-jährige Rallye-Cross-Fahrer aus Walstedde wieder in dem rot, blau und weiß leuchtenden VW Golf, der stattliche 197 PS unter der Haube hat und ohne Probleme auf 120 Kilometer pro Stunde beschleunigt werden kann. „Es ist ein wirklich tolles Gefühl, wieder durchstarten zu können“, erzählt er in der heimischen Werkstatt lächelnd. „Darauf haben wir während der vergangenen beiden Corona-Jahre gewartet.“

Denn natürlich konnten Marco Westhues, sein Vater und Chefmechaniker Heinrich Westhues sowie Co-Fahrer und Mechaniker Florian Jungfermann in den quälend langen Monaten ohne Autocross-Rennen nicht die Finger von dem eigenen umgebauten Golf lassen. „Ein bisschen geschraubt werden muss doch immer“, sagt Heinrich Westhues augenzwinkernd. Schließlich wollte das eingespielte Team bereit sein, wenn der Deutsche Rallye Cross Verband (DRCV) die neue Saison einläutet.

Der Sache mit aller Leidenschaft verschrieben: Heinrich (links) und Marco Westhues mit dem umgebauten VW Golf und dem Pokal aus Gleidorf. Foto: Simon Beckmann

Und das waren sie. Zwar gehen es die Walstedder in diesem Jahr etwas entspannter an, doch allein das Gefühl, sich wieder mit alten Bekannten und neuer, junger und hungriger Konkurrenz messen zu können, lässt das Trio über das ganze Gesicht strahlen. „Aus verschiedenen Gründen können wir in diesem Jahr leider nicht an allen Rennen teilnehmen“, erklärt Marco Westhues. „Deswegen haben wir uns vorgenommen, dort zu fahren, wo es einfach Spaß macht.“ Die Platzierung sei in diesem Jahr erst einmal zweitrangig. „Wenn ich am Ende unter die ersten Sechs komme, dann bin ich schon zufrieden.“

Im Zwiegespräch mit den eigenen Zielen

Dabei hat der erfahrene Rallye-Cross-Fahrer in der Klasse „Supertourenwagen bis 1600 ccm“ ohne Zweifel das Können, um auch einen Angriff auf die Podestplätze zu starten. Das hat er bei seinen sieben Vizemeisterschaften in den Jahren 2003, 2009, 2010, 2013, 2017, 2018 und 2019 längst unter Beweis gestellt. Und eigentlich kribbelte es auch in dieser Saison schon wieder in dem Walstedder, doch mit ehrgeizigeren Zielen unterwegs zu sein.

Allerdings gab es bereits beim Saisonauftakt in Extertal einen Dämpfer. „Ich lag in Führung und dann ist der Motor explodiert“, schaut Marco Westhues zurück. „Da wäre mehr drin gewesen.“ Natürlich ließ sich das Walstedder Team davon nicht unterkriegen. Bereits zum nächsten Rennen in Gleidorf hatte das Trio die Karosserie wieder fit bekommen – einigen Nachtschichten in der heimischen Werkstatt sei Dank. Und dort hielt alles: Im ersten Wertungslauf holte sich Marco Westhues den Sieg. Den zweiten beendete er auf Rang zwei. Und im dritten führte er bis zur letzten Runde, bis ein Fahrfehler – Westhues: „Ich bin in der Kurve zu weit nach außen gefahren“ – ihn den Tagessieg kostete. Der ging am Ende mal wieder an Konkurrent und Favorit Rolf Busche vom AC Vellern. Dafür sicherte sich der Walstedder immerhin die Silbermedaille.

Und die peilt der 38-Jährige, der beim dritten Rennen in Sachsenberg nicht starten konnte, mindestens auch wieder bei der vierten Etappe in Herbern (13. und 14. August) an. „Das ist immer ganz besonders dort. Quasi wie ein Heimrennen“, freut sich Marco Westhues schon auf die kurze Anfahrt und das große Spektakel im Nachbardorf. Übrigens genauso wie auf das Wochenende danach, wenn der AC Vellern zur fünften Etappe in dieser Saison auf den Acker bittet.

Der Modus in der Klasse „Supertourenwagen bis 1600 ccm“

Startseite
ANZEIGE