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Fußball: Fortuna Walstedde beendet Hinrunde mit 13 Punkten / Trainerfrage steht aus

„Das ist nicht A-Liga-würdig“

Walstedde

Die Hinrunde von Fortuna Walstedde glich einer turbulenten Berg- und Talfahrt. Am Ende reichte es für die Walstedder für 13 Punkte. (Interims-)Trainer Oliver Koch zieht eine harte Bilanz. Die Übungsleiterfrage soll zudem noch in diesem Jahr geklärt werden.

Von Simon Beckmann

Die Hinrunde war eine turbulente Berg- und Talfahrt für die Walstedder Fortunen. Auf dem Fußballplatz reichte es für die Kicker aus dem Lambertusdorf für 13 Punkte. Foto: Beckmann

Es ist geschafft. Mit Ach und Krach hat sich Fortuna Walstedde in die Winterpause gerettet und dabei auch das von (Übergangs-)Trainer Oliver Koch ausgegebene Ziel – mindestens auf Platz elf in der Kreisliga A zu überwintern – erreicht.

Aber auf viel Goldenes können die Walstedder nicht zurückblicken, ähnelte die Hinrunde mit vier Siegen, einem Remis und acht Pleiten doch eher einer turbulenten Berg- und Talfahrt mit wenigen Höhepunkten und zahlreichen Baustellen.

Koch geht hart mit Team und Verein ins Gericht

Dementsprechend hart geht Übungsleiter Koch mit seiner Truppe, aber auch mit dem Verein ins Gericht. „Ich hatte einen positiven Eindruck, der über Verwunderung bis hin zum Schockiert- sein zu einer Hoffnung über eine Enttäuschung, zu einer Entscheidung und letztendlich zu einer Resignation geführt hat“, fasst er die letzten sechs Monate zusammen. Natürlich liefert er für diese Aussage auch passende Erklärungen hinterher.

Der positive Eindruck sei vor der Saison entstanden. „Das Team wurde mir als ehrgeizig, pflichtbewusst und familiär beschrieben und im Gespräch mit Michael Tenbrink und mir haben die Jungs erzählt, dass sie unserer Spielphilosophie folgen wollen“, blickt Koch zurück. „Dabei haben wir auch schon mögliche Rückschläge angesprochen.“

Grottenschlechte Trainingsbeteiligung

Zur Verwunderung sei es dann in der Vorbereitung gekommen, weil die Trainingsbeteiligung „grottenschlecht“ gewesen sei. „Daraus resultierte natürlich auch der miserable Saisonstart“, sagt der Coach.

Wirklich schockiert sei er gewesen, als sich der Verein und Trainer Michael Tenbrink getrennt haben. „Ich habe bis heute kein Verständnis dafür, dass eine Mannschaft einen Coach entlassen kann“, schüttelt Koch mit dem Kopf.

Im Anschluss hatte sich der Berufssoldat eine 14-tätige Bedenkzeit erbeten, um zu entscheiden, ob er als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie einspringen will. „In der Zeit hatte ich Hoffnung. Das Team hat eine gute Beteiligung an den Tag gelegt“, erinnert er sich.

Die Enttäuschung folgte aber schnell: Denn nach zwei Wochen waren die Walstedder wieder im alten Trott mit schlechter Beteiligung.

„Das hat natürlich zu meiner Entscheidung geführt, nach dem 31. Dezember nicht mehr Trainer in Walstedde sein zu wollen“, schildert er.

Resignation bei Koch

Alle Faktoren und Ergebnisse der letzten Wochen hätten dann zu einer Resignation geführt. „Die Hauptsache ist, dass Fortuna nicht auf einem Abstiegsplatz steht“, meint Koch und wird deutlicher: „Der Werdegang dahin ist einfach nur traurig. Die Hinrunde kannst du komplett vergessen.“

Was ihm nicht schmeckt: Es würde an Machtworten seitens des Vereins fehlen. Zudem sei der Kader viel zu klein. „Wir können vom Glück sprechen, dass wir über dem Strich stehen – und das auch nur Dank der Hilfe der Reserve und der A-Jugend“, so Koch. „Aber eigentlich ist das alles nicht Kreisliga-A-würdig (gewesen).“

Macht der Coach doch weiter?

Trotz alledem zieht der Übungsleiter in Erwägung, doch noch über den 31. Dezember hinaus, weiter als Fortuna-Coach zu arbeiten. „Ich bin bereit, die Rückrunde mit den Jungs anzugehen. Denn eigentlich will ich als Trainer zeigen, was in dem Team steckt“, begründet er und fügt hinzu, dass sich dafür aber einige Rahmenbedingungen wie etwa die Kadergröße ändern müssten.

Eine Entscheidung, wer zukünftig die Walstedder trainiert, soll bis Jahresende fallen. „Aktuell laufen Gespräche“, so Fortunas zweiter Vorsitzender Gordon Gödde.

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