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Fußball: Kreisliga A2

Derby ist und bleibt für SVR und GWA das Spiel des Jahres

Kreis Warendorf

Ein Kontrastprogramm war es nicht, das der SV Rinkerode und Grün-Weiß Albersloh im ersten Saisonteil der Staffel A2 boten. Und doch gehen beide Teams unter verschiedenen Vorzeichen in Teil zwei. SVR meldet berechtigt Ansprüche auf Platz drei an, GWA muss zunächst den Ligaerhalt sichern.

Von Manfred Krieg

In dieser Szene gleich auf: Matthias Hecker (GWA, l.) und Alexander Kiel Foto: Kleineidam

Rinkerodes Trainer Sven Kuschel vertraut der Fußballweisheit: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften.“ Das ist seine Antwort auf den Zweikampf um den Titel in der Kreisliga A2. Er sieht demnach Wacker Mecklenbeck im Vorteil, das als einziges Team nach dem ersten Saisonabschnitt einen Gegentorschnitt von unter eins (0,69) vorweisen kann. Spitzenreiter Warendorf, das die drittbeste Abwehr stellt (1,38), erzielte hingegen die mit großem Abstand meisten Tore pro Spiel (3,62).

„Wir sind mit unserer Platzierung hinter dem Duo total zufrieden. In den Titelkampf werden wir nicht mehr eingreifen können“, glaubt Kuschel. Ein Grund dafür ist sicherlich der Umstand, dass der SVR die bisherigen drei Duelle gegen das Führungsduo allesamt verloren hat, und das nicht zu knapp. 3:14 lautete die Trefferbilanz aus den drei Partien.

SVR-Kurve zeigt nach Stotterstart nach oben

Zum Auftakt gab es gleich in Warendorf mit 1:6 die höchste Saisonniederlage. An den ersten vier Spieltagen fanden sich die Rinkeroder am Tabellenende wieder. Danach ging es aber fast stetig nur noch nach oben bis auf Platz drei.

Späte Tore pflastern den Weg des SVR. 16 Tore (10:6) fielen im Schlussabschnitt, nur bei der Warendorfer SU waren es mehr (13:7). „Wir haben uns den ein oder anderen späten Treffer mehr eingefangen, weil wir am Ende häufiger auf Risiko gespielt haben, um Spiele zu entscheiden oder zu drehen“, analysiert Kuschel.

Im Torvergleich hinkt die A2 ihrer Schwesterstaffel A1 deutlich hinterher. 286 wurden in der A2 gezählt, im Schnitt 3,76 pro Spiel. 330, durchschnittlich 4,4, sind es hingegen in der A1. Hier ein Zweikampf um den Titel, dort hat ein Quartett noch Chancen. In der A1 gibt es mit Hoetmar ein abgeschlagenes Schlusslicht, das fehlt indes in der A1. Deswegen fühlt sich GW Albersloh auch noch nicht in Sicherheit. „Der Abstiegskampf ist keineswegs entschieden. Die ersten drei Spiele nach der Winterpause sind für uns entscheidend, danach wissen wir, wohin die Reise geht“, erklärt Alberslohs Co-Trainer Tobias Saathoff. Ascheberg, Hiltrup II und Davensberg stehen dann für die Grün-Weißen auf dem Programm, die nur an den ersten beiden Spieltagen auf einem Abstiegsplatz standen. In der Hinrunde wurden zwei der drei Gegner immerhin geschlagen.

Tobias Saathoff, Co-Trainer der DJK GW Albersloh

Der höchste Sieg war gleichzeitig der Höhepunkt der ersten Serie für Saathoff: „Beim 3:0 in Selm haben die Jungs alles perfekt umgesetzt, das war richtig gut.“ Doch nur sieben Tage später folgte beim 0:6 daheim gegen die WSU die Ernüchterung. Richtig schmerzhaft war jedoch die Niederlage weitere sieben Tage später. „Das Derby gegen Rinkerode zu verlieren, ist immer tragisch. Aber wir führen zweimal und bringen den Vorsprung nicht über die Zeit, das tat schon weh“, stöhnt Saathoff. Es war das einzige Match, das das Team von der Adolfshöhe nach Halbzeitführung verlor.

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