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Fußball: Rinkerodes torgefährlicher Rückkehrer Jan Hoenhorst

„Die Gegner doppeln ihn“

Rinkerode

Zwei Jahre lang spielte Jan Hoenhorst für den Landesligisten SV Herbern – allerdings mit begrenzten Einsatzzeiten. Jetzt ist er zurück bei seinem Heimatverein SV Rinkerode.

Von Niklas Großund

Jan Hoenhorst (l.) ist nach zwei Jahren vom Landesligisten SV Herbern zu seinem Heimatverein SV Rinkerode zurückgekehrt. Nach dem Fehlstart in Warendorf möchte der 27-Jährige am Sonntag gegen Ottmarsbocholt zu den ersten Pluspunkten beitragen. Foto: Kleineidam

Wechselt ein Weltklasse-Stürmer den Verein, bekommt er bei seiner Vorstellung gerne mal Polizei-Eskorte. Ein herausragender Kreisliga-Stürmer – immerhin – wird auf dem Feld eskortiert. „Die Gegner doppeln ihn“, stellt Rinkerodes Trainer Sven Kuschel mit einer gewissen Genugtuung fest, wenn er von Neuzugang Jan Hoenhorst spricht.

Zwei Saisons lang schnürte der seine Fußballschuhe für Landesligist SV Herbern. Allerdings meist erst ab Spielminute 70. „Ich möchte wieder mehr spielen“, sagt Hoen­horst über seine Beweggründe für den Wechsel nach Rinkerode und führt außerdem berufliche Veränderungen an: Seit vier Monaten arbeitet der Garten- und Landschaftsbauer in Steinfurt.

„Herbern war eine tolle Zeit. Ich habe viel gelernt und würde den Schritt jederzeit wieder so gehen“, resümiert Hoenhorst. Das Tempo in der Landesliga sei „extrem hoch“, das Spiel körperlicher als in der Kreisliga. Hervorragende Bedingungen findet der Rückkehrer aber auch bei seinem Heimatverein in Rinkerode vor. „Wir haben gleich drei Trainer, die wissen, wovon sie sprechen. Damit sind wir für die A-Liga sehr gut aufgestellt“, sagt Hoen­horst.

Entsprechend ambitioniert geht der 27-Jährige in eine Spielzeit, die für den SVR nicht schlechter hätte starten können als mit dem 1:6 gegen die Warendorfer SU. „Wir haben alles versucht, aber es hat einfach nichts funktioniert. So was kommt vor“, winkt Hoenhorst ab. „Wir haben eine gute Truppe und die Qualität für Platz eins bis vier.“

Zum mannschaftlichen Gesamtergebnis will Hoenhorst insbesondere Torriecher und Kaltschnäuzigkeit beisteuern. „Jan ist niemand, der 90 Minuten lang auffällt“, sagt SVR-Trainer Kuschel. „Aber er braucht auch nur drei Aktionen für zwei Treffer.“ Das ergibt, wenn es nach Hoenhorst geht, am Saisonende um die zehn Tore. „Die will ich schon machen“, sagt der Stoßstürmer. Und wenn er sich damit abermals für einen höherklassigen Verein empfehlen würde? Hoenhorst zögert. „Wenn, dann muss das schon innerhalb der nächsten zwei Jahre geschehen. Sonst wird’s eng. Ich denke aber eher, dass ich in Rinkerode bleiben werde“, stellt Hoenhorst ein – derzeit noch fernes – Karriereende beim SVR in Aussicht. Zu wohl fühlt er sich in seinem Heimatort. „Hier geht es sehr familiär zu, nach dem Training trinken wir alle gemeinsam noch ein Bierchen. Und wir haben herausragende Fans. Auswärts unterstützen uns immer um die 20 Mann, zu Hause sind es 80 bis 90. Das macht dann richtig Bock.“

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