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Fußball: Bezirksliga

SV Drensteinfurt trennt sich von Trainer Heinze

Drensteinfurt

In der Bezirksliga-Tabelle hat der SV Drensteinfurt den Tiefpunkt erreicht, höchste Zeit also für einen Richtungswechsel. Den traut der Vorstand Trainer Thorsten Heinze nicht mehr zu, bis zum Jahreswechsel übernimmt Peter Lohrmann, Trainer der SVD-Reserve, das Ruder im Erlfeld.

Thorsten Heinze hat bei der gelungenen Rettungsmission in der vergangenen Saison sogar noch selbst Fuß angelegt, seit Montag ist sein Engagement beim SV Drensteinfurt beendet. Foto: Kleineidam

Entscheidend ist auf dem Platz.“ Diese eherne Fußballweisheit geht auf das Konto von BVB-Ikone und Preußen Münsters Idol Alfred „Adi“ Preißler und ist trotz ihres stattlichen Alters von über 70 Jahren ebenso zeitlos, wie der Hinweis auf die Tabelle, die bekanntlich niemals lügt. Treffen beide Merksätze im Fußball aufeinander, dann wackeln von der Kreis- bis zur Bundesliga meist die Trainerstühle. Auch beim SV Drensteinfurt ließ zuletzt die Leistung auf dem Platz zu wünschen übrig, gnadenlos dokumentiert durch die Tabelle. „Neun Punkte Rückstand“, fasst Uwe Heinsch, Sportlicher Leiter des Bezirksligisten, die aktuell dramatische Lage des Clubs zusammen. Am Montagmorgen folgte dann der branchenübliche nächste Schritt, der „uns allen nicht leicht gefallen ist“, wie Heinsch betont. Der Club trennte sich schweren Herzens von Trainer Thorsten Heinze, „der uns in der vergangenen Saison in der Klasse gehalten hat“, so Heinsch. „Dafür und für sein gesamtes Engagement in Drensteinfurt sind wir sehr dankbar, dafür verdient er großen Respekt. Aber leider hat sich die Euphorie aus der Schlussphase der letzten Spielzeit nicht in die neue übertragen.“

Richtungweisende Duelle

Gerade vor den beiden richtungsweisenden letzten Partien des Jahres am Wochenende im Erlfeld gegen BW Beelen und sieben Tage später im Kellerduell beim Schlusslicht in Neubeckum, „wollen wir noch einmal neue Impulse setzen“, sagt Heinsch. Im Vorstand will man sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, den richtigen Zeitpunkt für das Ziehen der Reißleine verpasst zu haben.

Peter Lohrmann übernimmt für zwei Spiele

Für neue Impulse muss ein neuer Trainer ran – im Idealfall mit profunden Insider-Kenntnissen von Team und Umfeld. Fündig wurde der SVR bei der eigenen Zweitvertretung. Die wird trainiert von Peter Lohrmann, der für diese beiden Schlüsselpartien als Interimstrainer einsteigt – und seinem Nachfolger ein besseres Punktefundament für den Amtsantritt im neuen Jahr bescheren soll. Lohrmann wird zum Jahres-Showdown beide Teams betreuen. Noch ist nicht spruchreif, an wen er dann nach der Winterpause den Staffelstab übergibt, „aber wir sind im Gespräch“, sagt Heinsch. Der Abteilungsvorstand bereitet den Neustart 2023 gewissenhaft vor, will aber auch nichts überstürzen. „Wir wollen die richtigen Wege gehen“, sagt Heinsch, wohl wissend, dass der Fußball nicht exakt planbar ist, oder, um es mit Deutschland größtem Weisheitsgeber Sepp Herberger zu sagen: „Der nächste Gegner ist immer der schwerste“ – egal unter welchem Trainer ....

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