Fußball: Frauen-Bezirksliga 4

Fortuna Walstedde fühlte sich auf fremden Plätzen unwohl

Walstedde

Die Auswärtsbilanz von Fortuna Walsteddes Fußballerinnen war äußerst dürftig – mit keinem Sieg in der Fremde und nur vier geholten Zählern. Nicht zuletzt diese magere Ausbeute katapultierte die Mannschaft in die unteren Tabellenregionalen. Aus der sie sich aber auch dank eines tollen Teamspirits herauskämpfte.

Simon Beckmann

Lara Kaufmann (r.) sicherte sich mit Fortuna Walstedde erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Warum es so eng wurde? Weil es vor allem auswärts ganz beschwerlich lief, dort holte die Mannschaft ganze vier Punkte und gewann kein einziges Mal. Foto: Simon Beckmann

Lange mussten die Fußballerinnen von Fortuna Walstedde zittern. Doch am vorletzten Spieltag stand es dann fest: Auch im nächsten Jahr wird die Mannschaft von Interimscoach Martin Averkamp in der Bezirksliga antreten. Nach dem 3:2-Erfolg über den VfB Börnig war die Klasse gehalten – und die Freude kannte keine Grenzen mehr.

Dementsprechend gut fällt auch das Fazit des Übergangstrainers aus. „Ich blicke durchweg positiv auf die elf Spiele, die ich an der Seitenlinie stand, zurück. Wir haben 14 Punkte geholt. Die Mädels haben richtig gut mitgezogen, es hat Spaß gemacht und ich habe meine Mission auch erfüllt“, bilanzierte Averkamp, der im Winter den Trainerposten von Daniel Stratmann übernommen hatte, zufrieden.

Zu diesem Zeitpunkt rangierten die Walstedderinnen auf Platz zehn und kamen nach 15 Begegnungen auf 15 Punkte. Nach dieser Spielzeit belegen die Fortuninnen ebenfalls den zehnten Rang (acht Siege, fünf Remis, 13 Pleiten bei 55:67 Toren).

Zuhause: Hui. Auswärts: Pfui

Eine Sache wurmt den Interimscoach dann aber doch ein wenig. „Wir haben auswärts über die gesamte Saison nur vier Punkte geholt und nicht ein einziges Mal gewonnen. Enttäuschend war besonders das 3:3 in Hamm, wo wir eine Zwei-Tore-Führung verspielt haben“, ärgert er sich.

Martin Averkamp

Dafür waren die Fortuninnen auf heimischem Geläuf eine Macht und verloren unter Averkamp nur gegen den späteren Meister aus Heeren knapp mit 2:3. „Zuhause – das war unsere Stärke. An ihrer Auswärtsschwäche müssen die Mädels in der nächsten Saison aber definitiv arbeiten“, analysiert der Trainer, der nun Amt an Holger Kürpick abgibt. Bereits am morgigen Freitag ist Trainingsstart.

Besonders war für Averkamp indes der Umgang mit der Mannschaft. „Wir waren sofort alle auf einer Wellenlänge. Das habe ich vorher noch nie in der Form erlebt, dass es so gut wie keine Gewöhnungszeit benötigt“, bemerkt er.

Kuriosester Moment: Spielabbruch gegen den Wambeler SV

Aus sportlicher Sicht blieb dem Coach der Spielabbruch gegen den Wambeler SV wegen zu starker Sturmböen in Erinnerung. „Das war schon kurios“, kommentiert er. Auf seine gut fünf Monate mit den Fortuninnen blickt er durchweg positiv zurück. „Es war erst ungewohnt, weil es natürlich eine Umstellung war – vor allem in Sachen Familie. Es hat mir aber immer Spaß gemacht“, berichtet der Coach. Bevor Averkamp irgendwann wieder als Trainer aktiv sein könnte, haben ihn die Alten Herren aus Walstedde wieder.

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