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Fußball: Bezirksligist Drensteinfurt muss für den Klassenerhalt eine deutlich bessere Rückrunde spielen

Halbzeit einer schwierigen Mission

Drensteinfurt

Die erste Hälfte der Saison ist gespielt, die Hälfte der zum Klassenerhalt benötigten Zähler hat der SV Drensteinfurt aber noch nicht auf dem Konto. Da muss in der Rückrunde deutlich nachgelegt werden, sagt Interims-Coach Peter Lohrmann.

Von Manfred Krieg

SVD-Akteur Julian Vogt (r.) hatte mit seinem Club eine schwierige erste Saisonhälfte zu überstehen Foto: Marc Kreisel

Nach elf Jahren könnte dem SV Drensteinfurt die Rückkehr in die Kreisliga A drohen. Die Staffel 7 geht in die Winterpause mit Ausnahme von Hultrop und Ostinghausen, die am kommenden Sonntag ihr Nachholspiel austragen sollen, sofern es denn die Platzverhältnisse zulassen. Die heimischen Kicker ruhen sich derweil schon aus, während auf die Verantwortlichen des SVD nun mächtig Arbeit wartet. Platz 14 ist die Bilanz mit nur zwei Siegen und ernüchternden acht Punkten. Das rettende Ufer – es steigen vier Teams ab – ist bereits sieben Zähler entfernt. Nun sollen die Weichen gestellt werden, in welche Richtung es gehen soll. Ein neuer Trainer wird gesucht. Von Thorsten Heinze trennte sich der Verein bekanntlich nach dem 14. Spieltag. Peter Lohrmann, eigentlich Trainer des Reserveteams, sprang ein, konnte zumindest das erste Spiel gegen Beelen mit 2:0 gewinnen, so auf Platz 14 klettern. Doch letzten Sonntag folgte beim 0:2 in Neubeckum die Ernüchterung.

Führungsgremium gefordert

„Die Verantwortlichen setzten sich nun zusammen und besprechen die Zukunft. Ein neuer Trainer soll gefunden werden, aber es soll auch perspektivisch geklärt werden, in welche Richtung es weitergeht. Wenn alles getan werden soll, um doch noch die Klasse zu halten, dann wird das mit dem bestehenden Kader nicht funktionieren. Die Zahl der Spieler reicht nicht aus. Er muss aufgestockt werden, möglicherweise auch mit externen Spielern. Aber das besprechen wir nun alles in Ruhe“, erklärt SVD-Interimstrainer Peter Lohrmann. Die Kadergröße war auch das Grundübel der aktuellen Saison. Immer wieder musste vor allem Thorsten Heinze improvisieren, weil Spieler verletzt oder beruflich verhindert waren, die Urlaube kamen hinzu. Das störte schon die Vorbereitung empfindlich. Die Folge: Drensteinfurt startete gegen schlagbare Gegner mit vier Niederlagen am Stück. Eine Hypothek, die bis heute mitgeschleppt wird.

Aufgrund schwindender Alternativen im Angriff musste auch an der taktischen Ausrichtung gewerkelt werden. „Das Team wurde insgesamt offensiver ausgerichtet, um den Angriff besser unterstützen zu können. Das ging natürlich zu Lasten der Sicherheit, was an der Zahl der Gegentore ablesbar war in einigen Spielen“, analysiert Peter Lohrmann. Daheim erreichte die SVD-Offensive immerhin mit 2,13 die neuntbeste Torquote, aber die Abwehr ließ im gleichen Atemzug im Schnitt auch 3,5 Gegentore pro Spiel zu. Nur Wiescherhöfens Abwehr war mit einer Quote von 4,11 noch löchriger.

Zwei Mal sieben auf einem Streich

Jeweils sieben Gegentore gab es gegen Kamen (4:7) und ASK Ahlen (2:7), deren fünf gegen Hilbeck. Das 5:5 im September gehörte zu den kuriosesten Matches in der Hinrunde. Eine 3:0- und 4:1-Führung reichte nicht zum Sieg. Selbst ein 5:4 kurz vor Schluss (87.) wurde noch verdaddelt (91.). Ein Blick auf die Torverteilung lässt ein weiteres Problem zu Tage treten. Ab Minute 60 kippt das Torverhältnis stark ins Negative (3:10, 6:15). Auch schon in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit hat die Abwehr große Lücken (2:13). „An der Ausdauer muss gearbeitet werden. Gerade gegen Ende des Spiels bekommen wir immer wieder Probleme und kassieren Gegentore“, stellt Peter Lohrmann fest.

Die Bezirksliga 7 in Zahlen

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