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Tennis: Verbandsliga

Herren-40 vom TC Drensteinfurt feiern Aufstieg in die Westfalenliga

Drensteinfurt

Nach einer überaus dominanten Verbandsligasaison entschieden die Herren-40 vom TCD auch ihr Aufstiefsspiel gegen den TC Kirchhörde mit 6:3 für sich. Mittendrin: die ehemaligen Fußball-Kumpel Alexander Hiller und Tim Dahms.

Von Camillo von Ketteler

Strahlende Aufsteiger: Adrian Popovici (von links nach rechts), Tobias Heidemeyer, Daniel Schomberg, Daniel Wering, André Niewöhner, Alexander Hiller, Tim Dahms, Christoph Newzella. Foto: TCD

Geschafft! Das Herren-40-Team vom Tennis-Club Drensteinfurt hat den Aufstieg aus der Verbands- in die Westfalenliga (wir berichteten bereits) gepackt. Nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand im Aufstiegsspiel gegen den TC Kirchhörde siegten die Drensteinfurter vor gut 100 Zuschauern auf der heimischen Anlage an der Kleiststraße noch mit 6:3 und machten den direkten Durchmarsch aus der Münsterlandliga mit dem zweiten Aufstieg in Folge perfekt.

Krönung einer dominanten Saison

Sportwart Manfred Dresenkamp hatte extra den Rasen gemäht und die Hecke geschnitten, alles war angerichtet für die Krönung einer dominanten Saison. Mit fünf Siegen aus fünf Begegnungen durchpflügte der TCD seine Verbandsligagruppe und landete souverän auf dem ersten Tabellenplatz. „Unser Kader ist physisch super, wir haben uns über die Corona-Pause richtig fit gehalten“, sagt der an eins gesetzte Alexander Hiller.
Das zeigten die Tennis-Asse auch vier Wochen nach Ende der regulären Spielzeit. Zwar verloren Tobias Heidemeyer (4:6, 3:6) und Daniel Wering (3:6, 1:6) ihre Einzelauftritte, die Siege von Daniel Schomberg (6:2, 6:1), Tim Dahms (7:5, 6:1), Andre Niewöhner (6:2, 6:2) und Hiller, dessen Gegner aufgeben musste, stellten aber auf 4:2 – und brachten Stewwert auf die Aufstiegsstraße. Nach den Doppelsiegen von Hiller/Dahms (6:1, 6:2) und Schomberg/Niewöhner (6:0, 6:0) durften dann die Korken fliegen.

Hiller holte Dahms nach Drensteinfurt

„Wir haben im kleinen Kreis gefeiert, auch einige Fans waren dabei“, erzählt Dahms freudig, „ich bin superglücklich und zufrieden. Wir sind eine tolle Truppe!“ Der 44-Jährige kam erst zur abgelaufenen Saison mit Doppelspielrecht vom SV Ems Westbevern und ist ein echter Tausendsassa: Früher hat er Badminton gespielt, Speckbrett und Squash bei Münster 08. Auf dem Fußballfeld kickte er unter anderem für den TuS Hiltrup. Dort traf er einst mit Hiller zusammen, den er scherzend „Oppa“ nennt. „Der Spitzname kommt noch aus der Jugend“, sagt Hiller und lacht, „ich bin wohl bei einem Foul nicht schnell genug aufgestanden…“
Als sich beide mit der Zeit primär dem kleinen gelben Ball widmeten, lotste Hiller Dahms nach Drensteinfurt. „Im Nachhinein war das für mich die richtige Entscheidung, aber ich hatte natürlich schon auch viel Druck“, sagt Dahms. Verständlich, schwingt er doch erst seit sechs Jahren den Tennisschläger. Doch der Multisportler bewies sich – und ist nun überglücklich: „Der Verein ist toll, alle fühlen sich wohl. Ich bin einfach happy, dass wir uns für die geile Saison belohnt haben.“

Erfolg mit regionalen Kräften

Nun steht das Abenteuer Westfalenliga ins Haus. „Ich kann das gar nicht richtig einschätzen, kenne die Namen in der Westfalenliga nicht so gut“, sagt Dahms und gibt sich demütig: „Ich würde nie sagen, dass ich das mit links mache. Aber ich habe richtig Bock und stelle mich zur Verfügung.“
Seine Chancen stehen gut, Zugänge sind nicht geplant: „Die Idee ist es erstmal nicht, jemanden hinzuzuholen. Wir haben eine super Saison gespielt und sind souverän Meister geworden“, sagt Top-Akteur Hiller. Der 41-Jährige, der früher beim TuS Hamm schon Herren 30Westfalenliga spielte, verweist auf den „regionalen und familiären“ Kader: „Neun unserer zehn Spieler kommen aus Drensteinfurt. Das zeichnet uns schon aus.“ Dahms, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern auf einem Hof in Westbevern lebt, ist der einzige von außerhalb.

Das Ziel heißt Klassenerhalt

Gemeinsam will die Truppe nun das Ziel Klassenerhalt angehen: „Als Aufsteiger zählt es die Liga zu halten. Für komplett utopisch halte ich das nicht“, gibt sich Hiller selbstbewusst und Multisportler Dahme meint: „Es geht darum, dass wir es genießen und uns weiterentwickeln – auch noch in unserem Alter.“ Wenn das einer kann, dann er.

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