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Handball: Münsterlandliga

HSG: Zukunft von Trainer wie Team ungewiss

Ascheberg/Drensteinfurt

Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt bezog am Samstag eine 16:49-Klatsche bei Friesen Telgte. Jetzt stehen zwei Wochen Herbstpause an. Und bei der HSG steht vieles bis alles auf dem Prüfstand.

-ng-

Gegen die vielarmige Telgter Abwehr gab es für die Rumpftruppe der HSG kaum ein Durchkommen. Foto: Karl-Heinz Kock

Ein langes Wochenende mit vielen Absagen, in deren Konsequenz eine erweiterte A-Jugend übrig blieb; das Gastspiel beim Tabellenersten, an dessen Ende ein 16:49 auf der Anzeigetafel stand; und jetzt drei Wochen Pause – Zutaten, die den Kochtopf bei Münsterlandligist HSG Ascheberg/Drensteinfurt zum Überlaufen bringen könnten.

Trainer Jörg Kriens jedenfalls will sich in den kommenden zwei Wochen Urlaub überlegen, „wie und ob es weitergeht“. Der anhaltend dünn bestückte Kader, dezimiert aufgrund von Verletzungen, beruflichen wie privaten Verpflichtungen, zehrt schon seit geraumer Zeit an den Nerven aller Beteiligten und veranlassten Kriens bereits vor einigen Wochen zu einem Hilferuf. In Telgte jetzt der vorläufige Höhepunkt der Entwicklung, als beinahe die volle Verantwortung auf Jugendspielern lastete. „Das ist bedenklich“, sagt Kriens. Handball-Abteilungsleiter Carsten Gburek stimmt seinem Trainer da voll zu. „Er hat recht, dass man die Jugendlichen nicht verheizen soll“, so Gburek, der möglichst schnell nochmal das Gespräch zur Mannschaft wie zum Trainer suchen will. Im Raum steht die Frage, wie sich dem Trend Einhalt gebieten lässt – aber auch eine Abmeldung der Mannschaft.

Das Gastspiel bei Friesen Telgte gerät angesichts der Entwicklungen beinahe zur Randnotiz; zumal es schnell erzählt ist. „Da galt Augen zu und durch“, sagt Jörg Kriens. Zwei Phasen des Spiels illustrieren die Chancenlosigkeit der heimischen Vertretung: Zwischen der 25. und 41. Minute glückte der HSG kein Treffer – den Gastgebern deren 17. Sie zogen von 17:8 auf 34:8 in fremde Galaxien davon. Und legten in der Folge nach: Von 35:12 ging es binnen zehn Minuten auf 45:12. „Da kannst du nichts machen“, resignierte Kriens. „Die, die da waren, haben ihr Bestes gegeben.“

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