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Handball: Kreisliga

ISV-Aufstieg durch die Hintertür? HSG Ascheberg/Drensteinfurt droht erneut zu scheitern

Ascheberg

Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt könnte, zum zweiten Mal in Folge, den Sprung in die Bezirksliga knapp verpassen. Dass ausgerechnet die Ibbenbürener Spielvereinigung den Zuschlag am Grünen Tisch bekommen hat, irritiert den Coach der Spielgemeinschaft.

Gewehr bei Fuß: Shooter Matthias Lohmann und die HSG. Foto: flo

Ärgerlich genug, dass die Kreisliga-Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt den Aufstieg in die Bezirksliga 2019/ 20 um Haaresbreite verpassten. Wenn‘s für die Spielgemeinschaft blöd läuft, werden ihnen die zwei Zähler, die damals zum Glück fehlten, nun ein weiteres Mal zum Verhängnis.

Zur Erklärung: Der Handballkreis Münsterland hat am Montagabend am grünen Tisch entschieden, wer für den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse in Betracht kommt und sich dabei am Punktequotienten der im März 2020 abgebrochenen Vorsaison orientiert.

Damals stand in der Parallelstaffel die Ibbenbürener Spielvereinigung (22:12 Punkte), bei einem Spiel mehr, minimal besser da als die HSG (20:12) – und hat nun das erste Zugriffsrecht auf den einen freien Platz in der Bezirksliga. So weit, so nachvollziehbar. Einen leichten Beigeschmack bekommt die Entscheidung pro Ibbenbüren aus Sicht von HSG-Coach Heinz Huhnhold, da die ISV, anders als die eigene Sieben, auf eine Teilnahme an der ursprünglich angedachten (und inzwischen wieder gecancelten) Aufstiegsrunde verzichtete: „Für mich heißt das: Die wollen nicht hoch. Und jetzt, quasi durch die Hintertür, dann doch?“

Dazu erklärt ISV-Sportkoordinator Nils Vorndieck gegenüber den WN: „Wir haben uns im April gegen die Teilnahme an einer solchen Relegation entschieden. Aber nicht, weil wir uns gegen einen Aufstieg zum jetzigen Zeitpunkt wehren. Vielmehr wollten wir unsere Schüler und Studenten, die noch bei den Eltern wohnen, nicht dem Risiko aussetzen, sich und womöglich die Angehörigen anzustecken.“

Bis Samstag (5. Juni) hat die ISV Zeit, sich zu erklären, aktuell beraten die Verantwortlichen über das weitere Vorgehen. Sollte Ibbenbüren – wie 2020 – freiwillig verzichten, steht die HSG laut Huhnhold „Gewehr bei Fuß“. Und falls nicht? „Dann sehen wir uns eben alle 2022 in der Bezirksliga wieder.“

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