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Fußball: SV Drensteinfurt trennt sich von Rüsing und Stratmann / Heinze übernimmt

Jahresstart mit Signalwirkung

Drensteinfurt

Neues Jahr und ein neues Gesicht an der Seitenlinie: Der SV Drensteinfurt macht Nägel mit Köpfen und trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainerduo Volker Rüsing und Daniel Stratmann. Einen Nachfolger hat der abstiegsbedrohte Bezirksligist mit Thorsten Heinze ebenfalls schon gefunden.

Von Matthias Kleineidam

Volker Rüsing (gr. Bild) und Daniel Stratmann (kl. Bild) werden nicht mehr an der Seitenlinie des SV Drensteinfurt stehen. Foto: Kleineidam

Zum Start ins neue Jahr wartet der SV Drensteinfurt mit großen Neuigkeiten auf. Erstens hat sich der vom Abstieg bedrohte Fußball-Bezirksligist von seinem Trainerduo Volker Rüsing und Daniel Stratmann getrennt, zweitens direkt einen neuen Chefcoach verpflichtet. Thorsten Heinze aus Hamm übernimmt die Verantwortung an der Seitenlinie.

Rüsing und Stratmann nur halbes Jahr im Amt

Rüsing und Stratmann waren gerade mal ein halbes Jahr im Amt, hatten die erste Mannschaft nach dem freiwilligen Rückzug aus der Landesliga von Oliver Logermann übernommen. „Beide sind freigestellt, für beide war es nicht überraschend“, sagt der Sportliche Leiter Uwe Heinsch und äußert sich zu den Gründen für die Entlassung wie folgt: „Rein die sportliche Situation war nicht der ausschlaggebende Punkt. Wenn du im Oktober von dem einen und im November von dem anderen Trainer zu hören bekommst, dass im Sommer Schluss ist, ist das legitim. Es ist auch gut, es rechtzeitig zu sagen. Aber dann beobachtest du natürlich und denkst dir: Macht es Sinn, mit beiden weiterzumachen?“ Die Aussagen der bisherigen Trainer, dass sie doch zu nah dran seien am Team, hätten ebenfalls zu der Entscheidung geführt. „Auch der Spielerrat kam auf uns zu und hat das eine oder andere zum Ausdruck gebracht“, sagt Heinsch.

Rüsing bestätigt, dass die Trennung nicht unerwartet kam. „Das war abzusehen“, sagt der Stewwerter. Und: „Ich kann es grundsätzlich nachvollziehen, hätte es aber gerne noch mal versucht. Denn eigentlich ist der Kader gut genug, um den Klassenerhalt zu schaffen.“ Rüsing und Stratmann erfuhren am Tag vor Silvester vom Entschluss des Vereins und informierten daraufhin Leon van Elten und Dennis Popil, die beiden Kapitäne. Rüsing wünscht der Truppe viel Glück, sich eine „saubere Lösung“ nach dem Ende der kurzen Amtszeit und ist gespannt auf die weiteren Gespräche.

Heinsch will „saubere Lösung“ finden

Es gebe keinen schriftlichen Vertrag, sagt Heinsch, aber eine „Vereinbarung, die vom ehemaligen Vorstand getroffen wurde“ und bis Juni gelte. Der Sportliche Leiter kündigt ein Treffen an, um eine gemeinsame und für alle Beteiligten „saubere Lösung“ zu finden.

Die Zusage von Thorsten Heinze bekam der SVD schon vor dem Jahreswechsel. Am Gespräch mit dem 39-Jährigen aus Hamm, der das letzte Spiel vor der Winterpause in Neubeckum verfolgte, waren neben Heinsch der erste Vorsitzende Thomas Klein, der zweite Vorsitzende Klaus Lasthaus, der stellvertretende Sportliche Leiter Bernd Drepper und der Obmann der ersten Mannschaft, Jan Wiebusch, beteiligt.

„Wir haben einen Thorsten Heinze nicht nur deswegen eingestellt, weil er sofort frei ist, sondern weil wir ein gutes Gefühl dabei haben. Er hat Bock darauf, einen Umbruch mitzugestalten, arbeitet gerne mit jungen Leuten. Deswegen geht der Vertrag auch bis zum Sommer 2023.“ Heinze gab seine Unterschrift unabhängig davon, in welcher Klasse der SVD 2022/23 antritt. Ihm ist es laut Heinsch „in dem Moment nicht wichtig“ gewesen, ob die Drensteinfurter nächste Saison in der Kreisliga A oder weiter in der Bezirksliga spielen. Aber „natürlich versucht er alles, die Klasse mit seinen Möglichkeiten, die er als Trainer hat, zu halten“.

Erst einmal sei allerdings das Team um Kapitän Leon van Elten gefordert, betont Uwe Heinsch. Der Trainerwechsel „ist vielleicht ein kleines Signal. Man kann die Mannschaft ein bisschen wachrütteln. Alle müssen sich bei einem neuen Trainer neu beweisen, geben dann vielleicht zehn, 20 Prozent mehr als vorher. Das muss man abwarten.“

Bringt Heinze Verstärkung mit?

Ob Heinze, der bereits am heutigen Dienstagabend mit dem Team in die fünfwöchige Vorbereitung startet, Verstärkungen mitbringt? „Wir haben nur einmal kurz darüber philosophiert, was möglich wäre“, sagt Heinsch. „Am Dienstag werden wir uns vor dem Training zusammensetzen. Es ist aber nicht so, dass gleich beim ersten Training zwei, drei neue Spieler dabei sind.“ Der SVD schaue sich nach wie vor auf dem Markt um. „Es bleibt dabei: Es muss Sinn machen. Und nicht nur, um den Kader künstlich aufzublähen“, sagt Heinsch. Gespräche mit dem einen oder anderen Spieler aus der zweiten und dritten Mannschaft, die der ersten helfen könnten, sollen in den nächsten Tagen ebenfalls geführt werden.

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