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Volleyball: „A-Wort“ steht bei den SG-Frauen nicht mehr auf dem Index

„Jetzt beginnt die Saison!“

Sendenhorst

Das Wörtchen Aufstieg will Dieter Theis, Trainer bei den Volleyballerinnen der SG Sendenhorst-Westbevern, nicht hören. Auch nicht nach der erneuten Machtdemonstration seines Teams bei der VSG Ibbenbüren, die mit 3:0 (25:7, 25:11, 25:5) bezwungen wurde.

Von Uwe Niemeyer

Derzeit an der Tagesordnung: ausgelassene und jubelnde SG-Volleyballerinnen. Das war auch bei der jüngsten 3:0-Demonstration in Ibbenbüren nicht anders. Genügend Zeit für Trainer Dieter Theis (kl. Foto mit Yvonne Kloska), die Leistungen zu genießen. Foto: Beckmann

So langsam wird es zwar nicht unheimlich, aber eindrucksvoll allemal. Nicht nur, weil es für die SG Sendenhorst-Westbevern im vierten Spiel den vierten Sieg gab. Nicht nur, weil der Landesliga-Neuling weiterhin erst einen Satz abgegeben hat. Die Deutlichkeit und Dominanz der 3:0 (25:7, 25:11, 25:5)-Demonstration bei der VSG Ibbenbüren ist ein Statement. Selbst die Summe der Punkte aus den drei Durchgängen hätte für die Gastgeberinnen nicht für einen Satzgewinn gelangt.

Theis zu Späßen aufgelegt

Da ist zumindest, jedenfalls kurzzeitig, auch mal gute Laune erlaubt. „Ich bin gefragt worden, ob die Mannschaft im zweiten Satz versagt hat“, war Trainer Dieter Theis auch am Tag nach der Vorführung bester Stimmung und zu Späßen aufgelegt. Aber nicht, ohne das Große und Ganze im Blick zu behalten. Das versteht sich. „Das nächste große Ziel ist unser Heimspiel-Doppelpack am 19. Dezember“, verrät der Coach. Dann geht es gegen die beiden derzeitigen Verfolger aus Coesfeld und Dülmen. Bis dahin sind die Punkte aus den Spielen gegen BW Aasee III und SG Borken-Burlo nachvollziehbar „fest eingeplant“.

Wie es auch in Ibbenbüren war. Ungeachtet der Deutlichkeit gab es noch einen anderen Aspekt, der dem Coach gefiel: „Die Mädels haben ihr Spiel gegen einen schwachen Gegner konsequent durchgezogen, haben nichts zugelassen oder sich eine Schwächephase oder Leichtsinn erlaubt“, lobt der 71-Jährige. Und dabei fehlten mit Annika Neuhaus und Carina Klein zwei wichtige Spielerinnen.

SG ist in Landesliga gut aufgehoben

Jedenfalls sieht Trainer Theis sein Team in der Landesliga gut aufgehoben. „In der unteren Klasse hätte das keinen Sinn gemacht. Hier jetzt schon. Da werden wir auch gefordert.“

Immer bemüht, den Ball flach zu halten, gesteht Theis durchaus Gedankenspiele ein. „Ich weiß nicht, wo das wirklich noch hinführt“, sinniert er. Bislang hatte er seien Spielerinnen mit einer zusätzlichen Trainingseinheit gedroht, wenn sich das Wort „Aufstieg“ in den Mund nehmen würden. Allmählich kann er es ihnen nicht verdenken. „Wir können und wollen nicht mehr drumherum reden. Jetzt geht es los, jetzt beginnt die Saison so richtig“, sagt er und meint, dass seine Mannschaft Gefallen an der Höhenluft gefunden hat. Den Platz auf dem Landesliga-Gipfel möchte sie jedenfalls verteidigen.

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