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Fußball: Albersloh holt wichtigen Derbysieg gegen Wolbeck II

Mehr Glück als Verstand

Albersloh

Einmal tief durchatmen bitte! Das mussten Julian Spangenberg und seine Kicker von GW Albersloh nach dem 2:1 (1:0)-Derbysieg gegen den VfL Wolbeck II allemal. Schließlich hatte nicht das bessere, sondern das glücklichere Team gewonnen.

Von Simon Beckmann

Niklas Hövelmann (Mitte) sorgte mit einem feinen Distanzschuss aus gut 25 Metern für die Entscheidung zugunsten von Albersloh. Foto: Beckmann

„Wir waren die glücklichere Mannschaft und nicht die bessere“, brachte es Alberslohs Trainer Julian Spangenberg nach dem 2:1 (1:0)-Sieg seiner Elf gegen die Reserve vom VfL Wolbeck auf den Punkt.

Zuvor musste der Coach aber erst einmal tief durchatmen, waren doch gerade die Gäste aus Wolbeck im zweiten Durchgang das bestimmendere Team – und das sogar in mehrfacher Unterzahl.

Denn mit Lukas Große-Wächter (61.), Julius Vielmeyer (90.) und Leonard Hessel (90.+4) flogen gleich drei VfL-Akteure mit der Ampelkarte wegen Meckerns vom Platz. Überhaupt: Schiedsrichter Ingmar Grempels hatte alle Hände voll zu tun und zeigte zusätzlich neun Gelbe Karten. Die meisten davon, nämlich sieben, sahen allerdings die Gäste.

Wenig Spielfluss, wenig Strafraumszenen

Dementsprechend wenig Spielfluss kam während der gesamten Partie auf. Wer Strafraumszenen im ersten Durchgang sehen wollte, konnte lange warten. „Das war in den ersten 45 Minuten ein ausgeglichenes Spiel“, erklärte Spangenberg. Sein Team ließ hinten nichts zu. Vorne sorgte Christopher Thale nach einem Freistoßgewusel für die 1:0-Führung der Hausherren (37.).

Nach der Pause drängte Wolbeck dann auf den Ausgleich. Wirklich gefährlich wurde es in den ersten 20 Minuten aber nicht. Die Distanzschüsse der Gäste entschärfte GWA-Keeper Yannick Happe nämlich ohne große Probleme (57., 61.). Dennoch konnten sich die Gastgeber nur selten aus ihrer eigenen Hälfte befreien. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, schüttelte Spangenberg mit dem Kopf. „Wir sind 30 Minuten total geschwommen, waren mental gar nicht da. Und selbst das Läuferische hat gefehlt“, schob der GWA-Coach hinterher. „Wir waren einfach nicht frisch.“ Eventuell hätte das auch an der dreiwöchigen Pause gelegen. Als Ausrede wollte der Übungsleiter das aber nicht gelten lassen.

Hövelmann entscheidet das Spiel

Ganz anders traten die Wolbecker auf, die sich in der 64. Minute mit dem Ausgleich durch Julius Vielmeyer belohnten. Danach wagten sich die Albersloher etwas öfter in die gegnerische Spielhälfte und kamen durch Niklas Hövelmann (73.) und Hannes Wegener (85.) zu zwei guten Chancen, die aber ungenutzt blieben. Erst, als Hövelmann mit einem feinen Distanzschuss das 2:1 markierte (88.), konnten die Hausherren durchschnaufen.

GWA: Happe – Fischer, Brinkmöller, McGill, Jöstingmeier (63. Wegener) – Thale, Bördemann – Kröger (80. Hiegemann), Schnecking – Hövelmann, L. Bartmann (86. Bonse)

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