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Fußball: GWA-Stürmer Luis Bartmann

Noch gibt es Ladehemmungen

Albersloh

Luis Bartmann ist aus dem Angriffsspiel von GW Albersloh nicht wegzudenken. Allerdings überzeugt der 20-Jährige derzeit mehr mit Vorlagen als mit selbst erzielten Treffern.

Von Simon Beckmann

Vorlage statt Torschuss: Luis Bartmann brilliert aktuell eher als Vorbereiter für seine Teamkollegen, nicht als Torjäger. Das soll sich aber natürlich so schnell wie möglich ändern. Foto: Beckmann

Er ackert und kämpft um jeden Meter auf dem Platz. Er setzt regelmäßig zum temposchnellen Dribbling an. Und eigentlich ist er auch immer für ein Tor gut. Denn Luis Bartmann ist aus dem (Offensiv-)Spiel der Grün-Weißen aus Albersloh nicht wegzudenken. Doch in dieser Saison hat der Stürmer noch ein wenig mit Ladehemmungen zu kämpfen. Ein Problem? Mitnichten!

Schließlich überzeugt der 20-Jährige, der eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann macht, derzeit eher mit einer anderen Qualität – nämlich als Vorlagengeber mit hoher Laufbereitschaft. So richtig schmeckt ihm das allerdings nicht. „Ich bin eigentlich ganz gut drauf. Nur das Tore schießen will mir noch nicht so wirklich gelingen“, sagt der leidenschaftliche Kicker, der beim Fußball immer den Kopf freibekommt und damit sein Mittel für Stressbewältigung gefunden hat. Obgleich: Eine Erklärung für die bislang magere Ausbeute von nur einem Treffer hat der gebürtige Albersloher auch nicht. „Ich habe keine Ahnung, warum ich im Spiel nicht das Tor treffen kann. Im Training funktioniert das aus allen Lagen“, berichtet Bartmann. In die gleiche Kerbe schlägt auch sein Co-Trainer Tobias Saathoff: „Im Training ist Luis gnadenlos. Da verwandelt er jeden Ball eiskalt.“

Verrückt macht sich Bartmann angesichts der ausbleibenden Treffer in den Punktspielen aber nicht. „Ich arbeite viel, bereite meinen Teamkollegen die Dinger vor und versuche, aktiv am Spiel teilzunehmen“, sieht er weiterhin das Positive. Das unterstreicht auch Saathoff so: „Luis ist ein super Spieler, der sich immer richtig reinkniet. Er hält die Stimmung in der Truppe hoch und kommt mit jedem richtig gut klar.“

Und auch, wenn der 20-jährige Stoßstürmer seiner Mannschaft aktuell weniger mit Toren hilft, ist er ein wichtiger Bestandteil des Albersloher Spiels. Das zeigt sich alleine schon bei einem Blick auf seine Einsatzzeiten. Nur einmal, nämlich im Duell bei der SG Selm, stand Bartmann, der schon sein Leben lang für die Grün-Weißen kickt, nicht auf dem Platz. Ansonsten absolvierte er jede Begegnung – sowohl in der Liga als auch im Pokal. „Luis ist bei uns immer dabei und gesetzt“, sagt Saathoff und nennt einige Gründe, warum der 20-Jährige trotz magerer Torausbeute so wertvoll für das Team ist: „Er macht die Räume frei, stellt Passwege der Gegner früh zu und ermöglicht es unseren schnellen Außenspielern wie Timo Schnecking, in die gefährlichen Zonen zu gelangen.“

Dennoch sei die Situation von Bartmann natürlich etwas unglücklich. „Er soll als unser Stürmer Nummer eins ja eigentlich die Tore bei uns machen“, meint Saathoff lachend. Trotzdem ist sich der Co-Trainer sicher, dass bei seinem ehrgeizigen Angreifer bald der Knoten platzt.

Das wäre auch nicht ganz unwichtig. Schließlich liegen die Albersloher zurzeit mit neun Punkten aus zehn Begegnungen bei einem Torverhältnis von 14:28 auf dem ersten Nichtabstiegsplatz in der Kreisliga A 2. Die gefährliche Zone – BW Aasee II hat acht Zähler, der TuS Ascheberg sieben Punkte – ist nicht weit entfernt.

Für Bartmann aber kein Grund für Sorgenfalten auf der Stirn. Im Gegenteil: Mit dem bisherigen Saisonverlauf seiner Truppe zeigt er sich ganz zufrieden. Dennoch merkt er an: „Es läuft zwar besser als letztes Jahr. Wir dürfen uns aber nicht ausruhen und müssen unbedingt noch schnell ein paar Punkte holen, damit wir weiter ins tabellarische Mittelfeld rutschen.“

Dann würde ihm die Situation seiner Mannschaft noch besser gefallen. Mit diesem großen Vorhaben kann Bartmann aber gleich auch sein persönliches Ziel verknüpfen. Schließlich hat sich der 20-Jährige für den Rest der Saison vor allem eins vorgenommen: „(Befreiter) Tore zu schießen.“

Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann der nächste Schuss des Offensivakteurs im gegnerischen Gehäuse landet.

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