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Reiten: CHIO in Aachen

Ostholt und Scholz führen erfolgreiche Vertreter aus dem Kreis an

Warendorf

Sie haben sich mit den ganz Großen der Zunft gemessen. Und das auf ebenso großer Bühne. Wohl aber unbeeindruckt. Denn das Abschneiden der Reiterinnen und Reiter aus dem Kreis Warendorf beim CHIO in Aachen konnte sich sehen lassen.

Von Thomas Hartwig

Zeigten in Aachen, dass sie nicht nur über feste Hindernisse gut springen können: Andreas Ostholt und seine Stute Corvette Foto: Hartwig

Beim CHIO Aachen, dem Weltfest des Pferdesports, konnten sich gleich mehrere Reiter aus dem Kreis Warendorf mit ihren Pferden profilieren. Dies traf insbesondere auf Andreas Ostholt und Carina Scholz zu.

Ostholt, Hauptfeldwebel an der Sportschule der Bundeswehr, beendete die Einzelwertung des Nationenpreises Vielseitigkeit mit der von Winfried Budde (Warendorf) gezogenen Stute Corvette auf dem fünften Platz und war damit mit Abstand bester deutscher Reiter in der Prüfung.

Nach der Dressur auf Platz 21 rangierend, verbesserte sich das Paar im Springen durch eine fehlerfreie Runde, für die es lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung gab, auf Platz sechs. Mit der abschließenden Geländeprüfung konnten sich beide in der Gesamtwertung noch um einen Platz steigern.

„Ziel war es, in Aachen unter die Top Ten zu kommen. Wunsch waren die Top Five. Und das hat ja gerade so funktioniert. Ich hoffe, dass wir uns für das Bundestrainer-Team attraktiv gemacht haben.“ Jerome Robiné, ebenfalls Soldat an der Sportschule, beendete mit Black Ice die Vier-Sterne-Prüfung auf Rang 21.

Gleich mit zwei Pferden erfolgreich war die Sassenberger Dressurreiterin Carina Scholz, die gemeinsam mit ihrem Mann Fabian Scholz einen Ausbildungs- und Handelsstall betreibt.

Mit ihrem Nachwuchspferd, der siebenjährigen Hannoveraner Stute Quadrophenia, belegte sie sowohl in der Prüfung St. Georges als auch in der Intermediaire I Platz sechs. Mit ihrem Spitzenpferd, dem 14-jährigen Hannoveraner Tarantino ging sie erstmals in einem Nationenpreis für Deutschland an den Start und belegte in der Einzelwertung im Grand Prix Platz mit 73,217 Prozent Platz acht.

Im Grand Prix Special hatte das Paar etwas Pech. Denn ausgerechnet in einer Piaffe, die sonst zu den Paradelektionen von Tarantino gehört, machte der Wallach einen Luftsprung, was sich auf das Ergebnis schlecht auswirkte, weil es für diese schwere Lektion die doppelte Punktzahl gibt. So blieb beiden nur Rang 16. Dafür konnte sich Carina Scholz aber mit Jessica von Bredow-Werndl, Isabell Werth und Frederic Wandres, über den Sieg im Nationenpreis freuen.

„Das war schon ein unbeschreibliches Gefühl, ausgerechnet in Aachen für die deutsche Mannschaft im Nationenpreis an den Start gehen zu dürfen. Ich bin ja fast 25 Jahre jünger als Isabell und habe sie schon als Kind im Fernsehen bewundert und jetzt durfte ich mit ihr in einer Mannschaft reiten. Einfach unbeschreiblich“, war Carina Scholz tief beeindruckt.

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