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Reiten: Turnier des RFV Sendenhorst

Regenfälle trüben die Stimmung bei den Reitertagen

Sendenhorst

Der starke Regen trübte die Stimmung bei den Sendenhorster Reitertagen. Der Veranstalter trotzte dem miesen Wetter und sorgte noch für gute Bedingungen. Das nutzte – wieder einmal – Alexander Rottmann im Parcours für einen Doppelsieg.

Von Thomas Hartwigund

Verteidigten mit guten Runden die Ehre der Gastgeber: Günter Lange und die von ihm selbst gezüchtete Westfalenstute Chelsy. Foto: Hartwig

Am Ende der Sendenhorster Reitertage, die der RFV Sendenhorst von Freitagmorgen bis Sonntagabend veranstaltete, klang Turnierleiterin Theresa Gunnemann schon etwas geknickt: „Bei der vielen Mühe in der Vorbereitung des Turniers ist es total schade, dass uns das Wetter so einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Gerade die Vorbereitungsplätze haben durch den enormen Regen schon arg gelitten. Aber wenigstens die Dressur- und Springprüfungen am Sonntagnachmittag konnten im Trockenen stattfinden.“

In der Tat gestaltete sich das Turnier zur Bewährungsprobe für Mensch, Tier und Material. Verliefen der Freitag und auch noch der Samstagvormittag unter durchaus akzeptablen Bedingungen, zeichnete sich ab Samstagnachmittag ab, dass Petrus anscheinend kein Mitglied des Reit- und Fahrvereins Sendenhorst ist. Die starken Regenfälle von Samstag auf Sonntag verwandelten die Reitanlage in ein Feuchtbiotop, sodass gerade am Sonntag die Starterfelder recht überschaubar blieben.

Dennoch darf man dem Verein ein positives Zeugnis ausstellen, konnte die Veranstaltung doch mit einigen Improvisationen noch unter regulären Bedingungen durchgeführt werden. Als am Sonntagmittag der Boden des Vorbereitungsplatzes der Springreiter dann doch eine bedenkliche Qualität zeigte, durften die Reiter vor dem Start ein paar Probesprünge auf dem Springplatz machen. Der erinnerte optisch zwar mehr an die Mecklenburger Seenplatte, bot aber dennoch sehr gute Grifffestigkeit für die Pferde. Manch anderer Veranstalter hätte unter den Wetterbedingungen sein Turnier wohl vorzeitig abbrechen müssen.

Im Parcours war wieder einmal Alexander Rottmann (RFV Vornholz) kaum zu schlagen. Er gewann die beiden M-Springen am Samstag und Sonntag mit Amity FBH und Cilas und wurde mit Cilas und Climax Letzter zudem jeweils Zweiter. In seiner Sportkarriere kann Rottmann mittlerweile auf weit mehr als 100 Siege in M-Springen verweisen. Die Ehre der Gastgeber verteidigte Altmeister Günther Lange am Freitag erfolgreich, indem er mit der aus eigener Zucht stammenden Westfalenstute Chelsy das Youngster-M-Springen für sechs- bis neunjährige Pferde gewann. Im M-Springen am Samstag belegte das Paar hinter Doppelsieger Rottmann den dritten Platz.

Im dressursportlichen Höhepunkt des Turniers, der M-Dressur am Sonntagnachmittag, zeigte sich einmal mehr, dass man in dieser Disziplin nicht unbedingt der Größte sein muss, um zu gewinnen. Denn hier siegte mit dem von Anne Averbeck (RFV Vornholz) gerittenen westfälischen Reitpony Don Allegro ausgerechnet der kleinste aller Teilnehmer. Mit der Wertnote 7,4 verwies das Paar die Mitwerber Samira Ninja Kühl (RFV Roxel) mit Ben Johnson (7,2) und Luisa Cappenberg (RV Ostbevern) mit Romyna (7,1) auf die Plätze zwei und drei. Bereits in der zuvor ausgetragenen L-Dressur auf Kandare hatten Averbeck und Don Allegro mit Platz fünf auf sich aufmerksam gemacht.

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