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Handball: SG verabschiedet sich mit 22:20 in die dreiwöchige Pause

Risiko mit Derbysieg belohnt

Everswinkel

Ausgelassen feiern durften die Landesliga-Handballer der SG Sendenhorst. Denn der Truppe von Thorsten Szymanski gelang beim SC DJK Everswinkel ein 22:20-Erfolg – und der schmeckte als frisch gebackener Derbysieger natürlich besonders gut.

Von Simon Beckmann

Moritz Schittek steuerte drei Treffer beim Derbysieg der SG Sendenhorst in Everswinkel bei. Foto: Simon Beckmann

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, schallte es nur wenige Sekunden nach dem Abpfiff durch die Kehlbachhalle. Dort hatte die SG Sendenhorst kurz zuvor mit einem 22:20 (12:12) gegen Gastgeber SC DJK Everswinkel den ersten Saisonsieg außerhalb des grünen Tischs in der Landesliga festgemacht.

Hartes Stück Arbeit

Doch bis sich die Truppe von Trainer Thorsten Szymanski von den mitgereisten Fans feiern lassen konnte, hatte sie ein hartes Stück Arbeit vor der Brust. Schließlich dauerte es 39 Minuten, ehe die SG das erste Mal in Führung gehen konnte (15:14). Den Vorsprung brachten die Gäste danach aber souverän ins Ziel.

„Das waren wichtige zwei Punkte im Abstiegskampf“, war der SG-Übungsleiter nach dem Erfolg erleichtert. „Wir konnten uns heute auf eine durchweg starke Abwehr verlassen“, schob er lobend hinterher. Sein Gegenüber, Thomas Steinhoff, haderte unterdessen mit der Leistung seines Teams – gerade in der Offensive. „Kein Tempo, nur mit dem Kopf durch die Wand und eine Abschlussschwäche: Das können wir in der Offensive wirklich besser“, bemängelte er. „Sendenhorst hat das aber auch gut gemacht und früh attackiert“, fand er deutliche Worte.

Everswinkel deutlich stärker in der Anfangsphase

Dabei kamen die Gastgeber deutlich besser in das Spiel. Das machte sich zwischenzeitlich mit einer 5:2-Führung bemerkbar (8.). Spannend blieb es aber weiterhin: Die Sendenhorster steckten nämlich nicht auf, bejubelten jeden Treffer wie den späteren Sieg und peitschten sich gegenseitig an. Der Lohn: Mit einem 12:12 ging es in die Pause. „In der Kabine habe ich den Jungs gesagt, dass wir volles Risiko gehen müssen“, offenbarte Szymanski – und fand damit genau die richtigen Worte.

Die ersten Minuten im zweiten Durchgang gehörten zwar Everswinkel, doch nach dem 14:14 (38.) übernahm die SG das Spielgeschehen und spielte sich zeitweise wie beim 20:16 (52.) oder beim 22:18 (56.) einen Vier-Tore-Vorsprung heraus. Dieser genügte – auch, weil beide Mannschaften in der Schlussphase viele ihrer Tormöglichkeiten ungenutzt ließen –, um sich am Ende als Derbysieger feiern zu lassen.

Tore: Antoni (6), Schittek, Demiri, Feldmann (je 3), Nordhoff (3/3), Behrens, Hunkemöller (je 2)

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