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Fußball: Sendenhorst verliert personell geschwächt gegen Spitzenreiter

SG stürmt, aber Beelen siegt

Sendenhorst

Zehn Ausfälle hatte Florian Kraus, Trainer der SG Sendenhorst, ausgerechnet im Spitzenspiel gegen BW Beelen zu beklagen. Und dennoch war der Tabellendritte über weite Strecken das aktivere Team. Genützt hat das wenig. Denn der Spitzenreiter konterte eiskalt – und ließ so seine Fans jubeln.

Von Marc Kreisel

Tim Wittenbrink (r.) behielt zwar in diesem Zweikampf die Oberhand. Doch Foto: Kreisel

Das Wetter war eisig. Doch davon ließen sich rund 250 Zuschauer am Sendenhorster Westtor nicht erschüttern. Aus gutem Grund: Duellierte sich doch die heimische SG als Dritter mit dem Tabellenführer BW Beelen. Wer sich zum Sportplatz gewagt hatte, bereute es nicht, lieferten beide Teams doch ein wahres Spitzenspiel ab – und erwärmten damit die Herzen der Fans. Einzig das Ergebnis ließ die Sendenhorster Anhänger schaudern. Denn die Gastgeber mussten sich am Ende mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Noga muss aushelfen

Und das, obwohl das Team von Florian Kraus über weite Strecken die aktivere Mannschaft war. Allerdings machte der SG auch Verletzungssorgen zu schaffen. Gleich zehn Ausfälle hatte der Coach auf seinem Zettel. Eine Hürde, die kaum zu überwinden war. Da nützte auch die Reaktivierung von Lukas Noga aus den Alten Herren nichts.

„Wir wollten unsere Ausfälle kompensieren und versuchen, mitzuhalten. Das hat leider gerade in der ersten Halbzeit nicht funktioniert“, war Kraus geknickt. Dabei hätte vieles anders laufen können, wenn Marcel Brillowski seine frühe Chance zur Führung genutzt hätte oder Sven Kortwinkels Freistoß kurz vor der Pause nicht vom starken Beelener Keeper Tobias Wiese pariert worden wäre.

Beelen nach Kontern brandgefährlich

Auf der Gegenseite wurde es stets gefährlich, wenn die SG einen Konter der Gäste nicht unterbinden konnte. Das 0:1 fiel aber nach einem Eckball, als Johannes Bonekamp zur Stelle war (36.). „Die erste Hälfte war sehr enttäuschend von uns. Wir haben umgestellt, um noch mehr Druck auf Beelen auszuüben. Dass wir dazu mit Lukas Noga einen Spieler der Alten Herren einsetzen mussten, sagt eigentlich alles aus“, analysierte Kraus.

SG steht mit leeren Händen da

Dabei war es gerade der Routinier, der in der zweiten Halbzeit eine richtig gute Partie ablieferte und der Abwehr die nötige Sicherheit gab. Immer wieder rannte Sendenhorst an, aber Beelen verteidigte massiv. In der Offensive setzten die Blau-Weißen immer wieder mit schnellen Kontern Nadelstiche.

So auch beim 2:0, bei dem Gerrit Bofricke den Ball per Sonntagsschuss unter die Querlatte drosch (85.). „Jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Beelen hat das in Bestbesetzung gut gemacht, wir haben alles versucht, aber es hat nicht gereicht“, war Kraus enttäuscht.

SGS: Lackmann – Scholz, Wittenbrink, Kraus, Turl – Abu Dalal, Nordhoff (46. Horstmann), Krause (46. Noga) – Schröter, Brillowski, Kortwinkel

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