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Fußball: Bezirksliga-Bilanz

SV Drensteinfurt auf Oestinghausens Spuren

Kreis Warendorf

Der TuS Freckenhorst bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, dem SV Drensteinfurt droht der Abstieg in die Kreisliga. Allein die SG Telgte sorgt im ersten Saisonteil aus Sicht des heimischen Bezirksliga-Trio für positive Schlagzeilen.

Von Manfred Krieg

Wurden im ersten Teil der Saison zu häufig ausgebremst: Maximilian Groß (o.) und der SV Drensteinfurt. Foto: Penno

Es sind schon verrückte Zeiten, auch in der Bezirksliga 7. Da wird die letzte Saison annulliert, die davor abgebrochen, Aufsteiger gibt es nicht, als Absteiger kam nur der SV Dreinsteinfurt hinzu. Dann wird der erste Saisonabschnitt der aktuellen Runde relativ normal gespielt mit Rekorden und Besonderheiten. Und doch fehlt noch ein Spieltag, um die 50-Prozent-Regel anzuwenden. Die besagt, dass der Verband eine Staffel mittels der Quotientenregel werten kann, wenn mindestens die Hälfte aller angesetzten Partien absolviert wurden.

Vor allem für einen Verein wäre dieses Szenario der Super-GAU, für Spitzenreiter Westfalia Soest. Die Kreisstädter spielen bislang eine makellose Saison, schießen alles in Grund und Boden, gewannen alle 15 Partien und haben auf den Zweiten TuS Freckenhorst einen Vorsprung von satten 15 Zählern.

Westfalia Soest dominiert die Liga

Hat in der Vergangenheit ein Bezirksligist schon einmal die Liga derartig dominiert? Letztmals setzte TuS Ahlen, das sich später in LR Ahlen umbenannte und bis in die 2. Bundesliga vorstieß, zu einem derartigen Höhenflug an, gewann in der Saison 1992/93 insgesamt 29 von 30 Spielen, einmal kam es zu einem Remis, und stieg viermal in Folge auf. Völlig makellos blieb hingegen kein Bezirksliga-Meister, drei Teams gewannen den Titel ohne ein Spiel verloren zu haben. Neben TuS Ahlen waren das Arminia Hamm (1979/80) und die SpVg Beckum (2005/06).

Aber auch in anderen Rubriken liegen die 17 Bezirksligisten auf Rekordkurs. 4,31 Tore wurden im Schnitt in 126 Spielen erzielt. Höher war er in den letzten 45 Spielzeiten am Saisonende nie, nur 2001/01 (4,29) und 2005/06 (4,3) waren die Torjäger ähnlich treffsicher. Auch der Heimvorteil hat in der aktuellen Runde drastisch zugenommen. 54 Prozent aller Partien wurden von den Heimteams gewonnen. Höher war die Heimsiegquote seit 1995/96 nie.

TuS-Fans werden enttäuscht

Auch die heimischen Teams aus dem Kreis Münster sorgen für Schlagzeilen. Der ambitionierte TuS Freckenhorst könnte den historischen Vereinsrekord mit der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga aus den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 zwar wiederholen, doch aufgrund der personellen Anstrengungen hatten sich die TuS-Fans insgeheim etwas mehr erhofft. Dagegen spielt die SG Telgte eine Hinrunde wie aus dem Bilderbuch, hat am Ende mit dem TuS Freckenhorst auf Platz 3 punktemäßig gleichgezogen. Und der SV Drensteinfurt schickt sich an, von der Landesliga direkt in die Kreisliga A durchgereicht zu werden. Das brachte letztmals die SG Oestinghausen in der Saison 2012/13 zustande.

Für Rekorde sorgt im bisherigen Saisonverlauf auch der erst 20-jährige Mario Jurss von Westfalia Soest. 25 Tore in 13 Spielen, daheim und auswärts bester Schütze der Liga, erzielte er die meisten Siegtore, markierte einen Vierer-, drei Dreier- und gleich fünf Doppelpacks. Allerdings ist der Spitzenreiter auch abhängig von seinen Toren. Einmal fehlte er im ersten Saisonabschnitt, prompt tat sich sein Club gegen den SC Sönnern schwer, siegte nur hauchdünn mit 1:0.

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