Fußball: WN-Torjägerpokal

SV Drensteinfurt besticht in der Breite

Kreis Warendorf

Tobias Brand war nicht zu stoppen. Der Angreifer des VfL Sassenberg steuerte insgesamt 31 Buden für den A-Ligisten bei, ihn konnte niemand bezwingen. Stark war der SV Drensteinfurt vor allem in der Breite vertreten – der Bezirksligist hatte sagenhafte 15 (!) verschiedene Torschützen.

Ulrich Schaper

Marvin Brüggemann schoss 14 Tore für den SV Drensteinfurt. Mehr schaffte niemand. Insgesamt Foto: Kleineidam

Wer nach elf Spieltagen bereits 15 Treffer auf seinem Konto hat, erhebt berechtigterweise Anspruch auf die Torjägerkanone. Dann allerdings verletzte sich Sassenbergs Tobias Brand, lange Wochen musste sein Team auf ihn verzichten, er selbst musste mit ansehen, wie die gesammelte Torjägerkonkurrenz aufrückte. Allen voran Pierre Jöcker (TuS Freckenhorst), der die Wertung 2014 und 2015 für sich entschieden hatte. Nach der Winterpause traf Jöcker per Doppelpack und lag mit 14 Toren nur zwei Tore hinter Brand. Dieser gleichwohl meldete sich zum Rückrundenstart eindrucksvoll mit einem Dreierpack gegen Westbevern zurück und zog in der Wertung erneut davon. Am Saisonende waren es 31 Treffer. Niemand war in der Spielzeit 2018/2019 besser. Die Torjägerkrone geht an den Offensivmann vom VfL Sassenberg.

Maffenbeier immerhin 13-mal erfolgreich

Vorjahressieger Josef Maffenbeier hatte seine Laufbahn ja schon längst beenden wollen. Die reizvolle Aussicht aber, für die SG Telgte doch noch einmal die Fußballschuhe in der Bezirksliga schnüren zu dürfen bewegten ihn wohl zum Rücktritt vom Rücktritt. An die Marke der Vorsaison (32 Tore) reichte sein Schwung zwar nicht aus. Mit immerhin 13 Treffern leistete er gleichwohl seinen Beitrag zum Ligaverbleib seines Clubs.

Taymaz-Abgang wog gar nicht so schwer

Obwohl der SV Drensteinfurt als Tabellendritter die erfolgreichste Bezirksliga-Spielzeit überhaupt hinlegte, wird Trainer Oliver Logermann seinem abgewanderten Torjäger Ercan Taymaz noch die ein oder andere Träne hinterhergeweint haben. Insgesamt 35 Mal traf der Ex-Stewwerter ins Schwarze und stieg mit der IG Bönen in die Landesliga auf. Vielleicht aber war es für den SVD auch gar nicht schlecht, nicht nur von den Taymaz-Toren abhängig zu sein: Insgesamt 15 Schützen trafen für Drensteinfurt ins Schwarze und dokumentieren, wie Torgefahr auch von der gesamten Mannschaft aufgefangen werden kann.

Wacker bester WSU-Torjäger

In seiner ersten Kreisliga-A-Saison verpassten die Fußballer der Warendorfer SU den direkten Wiederaufstieg. Immerhin aber traf das Team 81 Mal in 30 Spielen ins Tor. Bester Schütze war Laurence Wacker mit zwölf Toren.

► Tobias Brand wird den WN-Torjägerpokal zu Beginn der neuen Saison erhalten. Auch in der nächsten Saison werden die Westfälischen Nachrichten wieder den besten Schützen auszeichnen.

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