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Fußball: Bitteres 0:2 beim Schlusslicht in Neubeckum

SV Drensteinfurt ist nicht clever genug

Sendenhorst

Binnen 90 Minuten ist die gesamte Euphorie des 2:0-Sieges über Beelen vor Wochenfrist komplett verflogen. Beim Tabellenletzten SV Neubeckum hagelte es für den SV Drensteinfurt ein 0:2.

Von Manfred Krieg

Drensteinfurts Dennis Popil (links) verschoss im ersten Abschnitt einen Foulelfmeter. Foto: Marc Kreisel

So schnell kann es gehen. Binnen 90 Minuten ist die gesamte Euphorie des 2:0-Sieges über Beelen vor Wochenfrist komplett verflogen. Gegen den Tabellenletzten SV Neubeckum wollte Drensteinfurt den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen herstellen. Doch daraus wurde nichts, die Stewwerter verloren ausgerechnet dieses Match mit 0:2 (0:1). Eine bittere Enttäuschung, zumal es erst Neubeckums zweiter Saisonsieg war, beide gegen Drensteinfurt. „Ich sagte schon vor einer Woche, dass es gegen Neubeckum sehr schwer werden wird. Du gehst euphorisiert ins Spiel, aber wenn du nicht aufpasst, dann fliegt dir solch eine Partie schnell mal um die Ohren. Uns hat heute vor allem bei den Offensivaktionen die nötige Genauigkeit gefehlt“, beklagte Drensteinfurts Trainer Peter Lohrmann. Dabei hätte das Spiel auch ganz anders laufen können. Nach 20 Minuten wurde den Gästen ein Tor wegen Abseits aberkannt. Zumindest die Drensteinfurter fanden die Entscheidung des Schiedsrichters fragwürdig. Fünf Minuten später bot sich dem heimischen Bezirksligisten eine weitere große Möglichkeit. Dennis Popil hatte die Chance auf die 1:0-Führung durch einen Foulelfmeter. Doch der ansonsten so sichere Elfmeterschütze vergab, SVN-Keeper Hendrik-Liones Gidom konnte parieren. Zu allem Überfluss kassierte Drensteinfurt dann kurz vor der Halbzeit das 0:1 (43.). Nach einer Standardsituation kam es im Strafraum zu einer unübersichtlichen Situation, Hasan Keskin kam schließlich an den Ball und bugsierte diesen aus sechs Metern über die Torlinie.

Der Rückstand hatte auch nach der Pause deutlich Spuren hinterlassen. In Hälfte zwei wurde das Angriffsspiel der Drensteinfurter nicht besser. Der letzte Pass fand weiterhin zu häufig den Adressaten nicht. Die Folge: Richtig klare Torchancen brachten die Drensteinfurter nicht zustande, es fehlte an Genauigkeit. Stattdessen liefen sie in einen Konter. In der 78. Minute verwandelte nach einem schnell vorgetragenen Gegenangriff Philipp Halfar zum 2:0. Das Spiel war nun endgültig entschieden. Ein letztes Aufbäumen blieb aus.

„Insgesamt war es ein Spiel der schwächeren Sorte, von beiden Mannschaften. Neubeckum war heute nicht besser, aber deutlich cleverer als wir. Das ist natürlich enorm bitter für uns. Das Spiel hätte eine andere Wendung nehmen können, wenn wir in der ersten Halbzeit zu einem Tor gekommen wären. Doch heute lief einfach alles gegen uns. An solchen Tagen verlierst du dann auch so ein wichtiges Spiel. Nun müssen wir uns sammeln, die Situation in der Winterpause genau analysieren und dementsprechend handeln, wenn wir den Abstieg noch verhindern wollen. Es ist aber ein langer Weg bis dahin“, prognostiziert Peter Lohrmann.

SVD: Scharbaum – Groß (65. Bisping), van Elten, Ressler, Vieira Carreira, N. Kröger (88. Bories), V. Kröger (83. Scharmann), Benasaid, Fröchte, Popil, Steinert

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