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Fußball: SG Sendenhorst und Gastgeber Drensteinfurt bestreiten Turnier-Finale

Torhüter-Trio führt SVD ins Finale

Drensteinfurt

Torhüter gehören ins Tor. Wie der Name schon sagt. Daniel Stratmann hielt sich daran. Auch wenn er längst auf die Trainerbank umgesiedelt ist. Steffen Scharbaum und Christopher Kemper aber trugen im Halbfinale des Turniers keine Torwarthandschuhe. Und doch standen sie mit Stratmann zeitgleich in der SVD-Elf auf dem Platz.

Von Uwe Niemeyer

Der nächste Pechvogel: Alexander Pankok (l.) zog sich im Halbfinale ohne Fremdeinwirkung Foto: Kleineidam

Der SV Drensteinfurt und die SG Sendenhorst bestreiten am Sonntag ab 15 Uhr das Finale beim 1. Schlering-SVD-Cup. Der gastgebenden Bezirksligist hatte am Samstag GW Albersloh mit 3:0 bezwungen, zuvor die SGS im ersten Semifinale den SV Rinkerode mit 3:1. Die beiden Verlierer der Halbfinals bestreiten um 13 Uhr das kleine Finale. Allerdings wird es nicht einfach, ein Spiel vom Samstag zu toppen.

Nicht selten haben Fußball-Teams drei Torhüter in ihrem Kader. Von denen spielt nachvollziehbar auch nur einer. Beim SV Drensteinfurt standen im Halbfinale gleich alle drei Schlussmänner auf dem Feld. Wenn auch nur Trainer Daniel Stratmann dort, wo ein Keeper hingehört – im Kasten. In der Anfangsformation begann Steffen Scharbaum, der etatmäßige Stamm-Torhüter, in der Spitze. Doch der SVD setzte noch einen drauf. Als sich Alexander Pankok nach gut einer halben Stunde und ohne Fremdeinwirkung am Oberschenkel verletzte und vom Platz musste, war Christopher Kemper gefragt und gefordert. Gemeinsam mit seinem Torhüter-Kollegen Scharbaum bildete der 27-Jährige, der seit der Saison 2015/16 im Verein ist, das Angriffs-Duo.

Torhüter Kemper entscheidet das Halbfinale – als Torschütze

Nicht einmal untalentiert. Während Scharbaum so manchen Ball festmachte und weiterleitete, trug sich Kemper sogar nachhaltig in die Torschützenliste ein. Hatte Dennis Kreuzberg früh (4.) für dei Führung gesorgt, zeichnete sich der Linksfuß für das 2:0 (68.) und die Vorentscheidung verantwortlich. Mit einem Pass von Leon van Elten durch die GWA-Abwehrkette auf ei Reise geschickt, entschied er das Duell gegen seinen „Kollegen“ Jannis Rieger gekonnt. Der dritte Treffer (82.) resultierte aus einem von Niklas Hörsken provozierten Eigentor.

Stratmann mit 41 Jahren noch fehlerlos im Kasten

„Unsere Torhüter haben unser Spiel gemacht“, grinste Daniel Stratmann, dem 16 Akteure fehlten, nach der Partie. In der ließ der SVD trotz er ungewöhnlichen Formation wenig zu. Und wenn, dann machte Stratmann, der 41 Jahre alte Trainer im Tor, alles richtig. So wie in der Schlussphase, als er den Ball unter der Querlatte wegkratzte.

Aber auch Defensive spielte sicher. „Das kann man aber auch von einem Bezirksligaspielern erwarten“, wollte Bernd Drepper nicht überbewerten. Eigentlich Teil des Orga-Teams des Turniers, saß er umgezogen und als „letzte Patrone“ für den Notfall auf der Bank. Denn einen vierten Tormann hatten die Hausherren nicht mehr zu bieten.

Ein begeisterter SVD-Fan beim 3:0-Halbfinalsieg

Die gut unterhaltenden Fans am Spielfeldrand hatten ohnehin ihren Liebling längst ausgemacht. „Kemper, du Monster“, skandierte sogar einer der Zuschauer an die Adresse des körperlich recht robusten Torschützen.

Anders als erwartet hatte der Nachmittag schon begonnen. Denn Luis Bertels brachte den SV Rinkerode durchaus überraschend gegen die SG Sendenhorst nach acht Minuten in Front. Hasan Abu Dalal vor (32.) sowie Jonas Brune (78.) und Patrick Schröter (89.) nach der Pause sorgten für ein 3:1 der Kraus-Kicker – und den Finaleinzug.

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