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Fußball: Kreisliga

Vom Glück des Saisonstarts

Albersloh/Rinkerode/Walstedde

Es lebe der Ligastart! Janis Kraus, Daniel Rohde und Julian Spangenberg sind sich einig: Die Vorbereitung dürfen ihre Teams Vorbereitung sein lassen und vor dem Ligastart einen neuen Anlauf nehmen.

Von Niklas Groß

Genug der Vorbereitung: Alberslohs Julian Spangenberg ist heiß auf den Ligastart. Foto: Simon Beckmann

Natürlich sind sie alle heiß, dass es wieder losgeht. Das bedürfte keiner Nachfrage. Aber im Gespräch mit den Trainern der hiesigen Kreisliga-Vertretungen wird klar: Sie sind wirklich alle heiß, dass es wieder losgeht. Ganz gleich, ob die Vorwochen nun regelrecht berauschend waren (s. Fortuna Walstedde) oder durchwachsen wie beim SV Rinkerode oder GW Albersloh – Vorbereitung bleibt Vorbereitung, auch da sind sich Daniel Rohde, Janis Kraus und Julian Spangenberg komplett einig.

Spangenberg: „Vorbereitung ist nicht so meins“

Der Anlass, einen Haken hinter die Phase des Präparierens zu machen, kann vielerlei Natur sein. „Vorbereitung ist nicht so meins“, gibt Julian Spangenberg von GW Albersloh unumwunden zu. „Mal gibt‘s was Gutes, mal was Schlechtes“, sagt der Trainer, vor allem aber sei es eine Phase des häufigen, mitunter enervierenden Wiederholens. „Wir haben in den letzten Wochen viel angeschnitten“, sagt Spangenberg, was auch so viel heißen kann wie: wenig durchziehen können. Die junge Mannschaft stehe noch am Anfang ihrer Entwicklung – will aber in die erste Tabellenhälfte und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Beim Bezirksliga-Absteiger Bösensell ist GW sicher nicht zum Siegen verpflichtet (Sonntag ab 15 Uhr), aber ein guter Start wäre natürlich schon schön, versteht sich von selbst. Bösensell hat seine Truppe, wie auch Grün-Weiß, an vielen Stellen neu formiert, weshalb Spangenberg nicht wirklich weiß, was da auf seine Jungs zukommt. Dabei hat der Albersloher Übungsleiter in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit dem SV zu tun gehabt – und sich auch schon mit dessen Trainerduo Bernd Westbelt/Christian Hester auf ein Bier nach dem Spiel verabredet. „Mal sehen, ob es schmeckt“, lacht Spangenberg.

Kraus: „Phasen, auf denen man aufbauen kann“

Vor einer hohen Hürde steht auch Klassenkontrahent SV Rinkerode zur selben Zeit auf eigener Anlage – Wacker Mecklenbeck kommt und damit der Vorjahreszweite. „Sie haben sich gut verstärkt und ich denke, dass sie um den Aufstieg mitspielen werden“, sagt Coach Kraus. Der mit seinen Mannen ebenfalls in sonnige Gefilde will: Nicht direkt nach ganz oben, und „ob es wieder Platz vier wird, sei dahingestellt“, wie Kraus sagt, aber man wolle schon an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen und eine gute Rolle spielen.

Wie so viele Kollegen auch hatte der Rinkeroder Trainer mit urlaubs-, verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen und war allein schon deswegen nicht total happy mit der Vorbereitung. Zumal alle Tests verloren gingen. Doch auch hier sah Kraus „Phasen, auf denen man aufbauen kann“, wohingegen der SVR im Pokal gegen Davensberg zwar gewann, dafür aber nicht überzeugte. Summa summarum: Die Wahrheit liegt auf dem Platz, und zwar auf dem, wo die Meisterschaft ausgetragen wird.

Rohde: Dann „redet davon keiner mehr“

Eine Etage höher ist die Stimmungslage bei Fortuna Walstedde nach einer bärenstarken Vorbereitung. Doch Trainer Daniel Rohde weiß auch: „Wenn wir das erste Spiel verlieren, redet davon keiner mehr.“ Und so geht die Fortuna in der Kreisliga Beckum so selbstbewusst wie demütig in das Auftaktduell mit Wadersloh (Sonntag ab 15 Uhr). Zumal ein knallharter Saisonstart auf das Team wartet, über den sich die Dinge schnell mal auch in eine ganz andere Richtung entwickeln können. „Wir wollen direkt Punkte sammeln“, möchte Rohde das mit dem Zählbaren gar nicht zu entspannt angehen. Schließlich verfolgt die Fortuna große Ziele: In die Top Fünf soll es gehen – die übrigens auch Kontrahent Wadersloh im Blick hat. Über den Gegner, sagt Rohde, frisch in Walstedde, müsse er gar nicht viel mehr wissen, als dass die Fortuna im letzten Jahr am ersten Spieltag mit 0:7 unter die Räder gekommen sei. „Die Jungs haben alle ein Messer zwischen den Zähnen.“ Fehlen werden Thorsten Rehbaum (Dienstreise) und Luis Buttermann (Leiste), dafür kehren Till Starkmann und Max Tiggemann zurück.

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