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Fußball: Kreisliga A

Wechselwirkungen beim SV Rinkerode

Rinkerode

Im Kreispokal hui, in der Meisterschaft pfui. Zumindest den nackten Zahlen nach. Der SV Rinkerode zeigt zwei Gesichter. Wozu sich auch der Trainer so seine Gedanken macht. Was zu klaren Erwartungen für den Sonntag sorgt.

Von Uwe Niemeyer

Möchten nun auch in der Meisterschaft Grund zur Freude haben: Foto: Kleineidam

Die Krise ist ein Haus – besser einen Verein – weitergezogen. Auch wenn es (noch) eine kleine ist. Doch nachdem es in der Vorsaison GW Albersloh erwischt hatte, scheint zumindest der SV Rinkerode gerade an der Reihe. Nach sieben Spielen und bis zum Saisonabbruch hatten die Grün-Weißen null Punkte auf der Habenseite. So wie aktuell der SVR – wenn auch erst nach gerade mal 180 Minuten. Die dritten 90 warten am Sonntag beim VfL Wolbeck II. Auch deshalb kommt Trost vom benachbarten Klassenkameraden. „Wir stehen doch erst am Anfang der Saison“, sagt Trainer Julian Spangenberg.

Aber die beständige Unbeständigkeit bei den Schwarz-Gelben fällt auf. Den Pokalhighlights folgten Negativerlebnisse in der Meisterschaft. Während in Runde eins des Cup-Wettbewerbs mit dem TuS Altenberge immerhin ein Landesligist aus dem Rennen geworfen wurde, folgte eine klare Ansage an Wacker Mecklenbeck (5:1) in Runde zwei. Nicht mehr und nicht weniger als Top-Titelanwärter in der A-Liga-Staffel 1 gehandelt. Dem standen ein 0:3 gegen Ottmarsbocholt sowie ein 1:6 bei der Warendorfer SU gegenüber. In klaren Zahlen: 0 Punkte bei 1:9 Toren.

Sven Kuschel, Trainer SV Rinkerode

Doch Sven Kuschel hält es da eher mit seinem Kollegen aus Albersloh. „Wir hatten jetzt zwei Sonntage frei und daher erst zwei Spiele. Andere haben schon vier“, verweist der 39-Jährige auf das schiefe Tabellenbild in der Staffel A 2. Allerdings räumt Kuschel auch ein: „Es besteht kein Grund zur Panik. Aber die Kurve sollten wir jetzt schon kriegen. Wir sind beinahe dazu verdonnert, zu gewinnen.“ Dabei gibt ihm das Kontrastprogramm schon zu denken. „Pokal können wir anscheinend. Und Fußball spielen auch. Das hat auch die gute Vorbereitung unterstrichen. Jetzt müssen wir die Leistung auch in die Punktspiele transportieren“, hofft er auf eine Entwicklung – und Steigerung.

Euphorie ging nach hinten los

Wohl auch, weil er die Ursache(n) für das Kontrastprogramm ausgemacht hat. „So ein Pokalspiel wie das gegen Altenberge sorgt für Euphorie. Die kann man mitnehmen und nutzen oder glauben, dass es von selbst läuft.“ Vieles deutet auf Letzteres hin. Hinzu kam das besondere Spiel gegen Ex-Coach Jungfermann und die WSU.

Von daher kamen die zuletzt zwei spielfreien Sonntage – unterbrochen durch das Pokalspiel gegen Wacker – nicht ungelegen. Allein um den Kopf frei zu bekommen. „In dem spielt sich eben doch eine Menge ab“, weiß der Trainer. Zudem besaß das Spiel gegen Mecklenbeck auch den Charakter einer Praxiseinheit abseits der Punktrunde. Ein Testspielgegner wäre im laufenden Spielbetrieb nur schwer zu finden gewesen sein. Somit befürchtet er auch keine Rhythmusstörungen. Eher erwartet Kuschel eine fokussierte Elf. Nun auch im A-Liga-Alltag.

Ausfälle lässt Kuschel nicht als Ausrede gelten

Dass Michel Vogel mit einer Mandelentzündung passen muss und hinter dem Mitwirken von Dominik Grünhagel und Maurice Heithorn ein Fragezeichen steht, erwähnt der SVR-Trainer der Vollständigkeit halber: „Ich halte nichts davon, Spieler, die nicht zur Verfügung stehen, schon vor dem Anpfiff als Ausrede anzuführen.“ Ausreden möchte er ohnehin nicht gelten lassen. „Eigentlich sind wir verdonnert zu gewinnen.“

Schließlich soll der Weg des SV Rinkerode über Wolbeck zurück zur Beständigkeit führen – und auch zum ersten Sieg in der Meisterschaft.

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