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Fußball: SVD-Reserve legt Fehlstart in der Kreisliga B hin

Wie die Erste, so die Zweite

Drensteinfurt

Ein Sieg fehlt der Reserve des SV Drensteinfurt in der Kreisliga B bisher. Denn auf der Habenseite sind aktuell nur drei Remis. Hinzu kommen fünf Niederlagen. Die Gründe für die aktuelle Situation sind vielschichtig...

Von Simon Beckmann

Das Bild trügt: Denn Patrick Reiske (l.) war mit der SVD-Reserve Foto: Kleineidam

Dass es keine leichte Saison für die zweite Mannschaft in der Kreisliga B werden würde, hatten die Verantwortlichen beim SV Drensteinfurt schon geahnt. Doch dass das Unterfangen so schwierig wird, war kaum abzusehen. Denn die bisherige Bilanz von der Truppe von Coach Peter Lohrmann lässt nach acht absolvierten Begegnungen schon einen harten Weg für die weitere Spielzeit vermuten.

SVD II ist Drittletzter

Schließlich stehen fünf Niederlagen lediglich drei Remis gegenüber. Ein Sieg? Der fehlt den Stewwertern, die aktuell mit einer Torbilanz von 8:24 Drittletzter sind, noch.

Wirklich zu stören scheint das den besonnenen Übungsleiter der SVD-Zweiten aber nicht. Der wusste nämlich, worauf er sich vor der Saison eingelassen hatte – und die Gründe für den derzeitigen ausbleibenden Erfolg sind vielschichtig.

Umbruch in allen Seniorenteams

„Alle Seniorenmannschaften befinden sich in einem Umbruch. Der Verein strukturiert sich um“, erklärt Lohrmann. „Wir haben beispielsweise sieben, acht Kicker aus der Stammelf des letzten Jahres an unsere Erstvertretung abgegeben“, schiebt er hinterher. Das mache sich natürlich nun auch sportlich bemerkbar.

Hinzu kommen die personellen Probleme, mit denen sich die Drensteinfurter herumschlagen müssen. Sind es in der Theorie 19 Akteure, die zum Kader der SVD-Zweiten zählen, stehen Lohrmann in der Praxis oftmals nur elf oder zwölf Spieler zur Verfügung. „Das verfolgt uns seit Saisonbeginn. Es stand nicht einmal das gleiche Aufgebot wie in der Vorwoche auf dem Platz“, erzählt der Übungsleiter. „So kann man sich natürlich auch nicht einspielen.“

Belastung durch Corona höher

Zudem sei die Belastung nach der langen Corona-Pause für viele höher, was sich nun in zahlreichen kleineren Verletzungen niederschlage. „Die Leistungsdifferenz innerhalb des Teams klafft deswegen teilweise stak auseinander“, hat der Trainer beobachtet.

Ein weiterer Faktor, der den Stewwertern zu schaffen macht, ist auch sportliches Pech. „Gegen Senden II verlieren wir durch ein blödes Tor in der Nachspielzeit mit 1:2“, schaut Lohrmann auf die letzte Niederlage zurück. Einen ähnlichen Schlag musste die SVD-Reserve davor bei der 2:3-Pleite gegen den Werner SC II hinnehmen. „Da spielen wir eigentlich richtig stark und verlieren dann, weil wir die Treffer nicht machen. Werne aber schon“, schildert der Trainer. „Das ist schon frustrierend.“

Kein Vorwurf an die Aushilfsspieler

In den Wochen davor seien es dagegen schon mal höhere Niederlagen gewesen. „Da mussten wir aber auch mit Akteuren aus den Alten Herren und der Dritten auffüllen“, sagt der Coach ohne den Aushilfsspielern einen Vorwurf zu machen. Denn nach wie vor ist sich Lohrmann sicher, dass der SVD in der Liga bestehen könne. „Dafür müssen wir aber jetzt weiter fleißig trainieren, um insgesamt fitter zu werden“, weiß er. „Der Klassenerhalt ist ein Kraftakt. Aufgeben ist aber keine Alternative. Wir kriegen das hin – auch wenn es ein steiniger Weg sein wird“, versichert er selbstbewusst.

Kommender Gegner ein „dickes Brett“

Apropos Selbstbewusstsein: Das wird die SVD-Zweite auch am kommenden Sonntag brauchen. Denn mit dem FC Nordkirchen II erwarten die Stewwerter den Tabellenzweiten. Die Chancen auf den ersten Sieg stehen also nicht gerade gut. „Wir werden aber nicht in Ehrfurcht erstarren und wollen uns ordentlich verkaufen“, so Lohrmann.

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