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Handball: Verschobene Spiele werden auf den 31.12. geparkt

WSU folgt auf SG: Keine Spiele mehr in diesem Jahr

Sendenhorst/Warendorf

Die SG Sendenhorst hat bereits die Reißleine gezogen. Die Handballer der Warendorfer SU taten es ihnen nun gleich. Gut möglich, dass nun umfangreichere Schritten folgen: Denn am Mittwochabend haben sich Verband und Verantwortliche zu einer Videoschalte verabredet.

Von Uwe Niemeyer

Pause am Spielfeldrand: Auch die Warendorfer SU und Trainer Stefan Hamsen (l.) setzen aus. Davon ist auch die Landesligapartie gegen die SG Sendenhorst betroffen. Foto: Penno

Die SG Sendenhorst hatte die Reißleine gezogen (wir berichteten), die Handballer der Warendorfer SU folgten auf dem Fuß. Das direkte Duell der beiden Landesligisten blieb zunächst unerwähnt, zählt aber auch zu den Spielverlegungen und zunächst anvisierten Absagen. Für die SGS und WSU ist Spielpause.

Folgen umfangreichere Schritte?

Gut möglich, dass umfangreichere Schritte folgen, da sich der Verband und die Verantwortlichen für den späten Mittwoch zu einer Videoschalte verabredet hatten. Bis zum Mittwoch gingen noch vier Mannschaften von der Austragung ihrer beiden Partien am Wochenende aus. So wie am Dienstagabend, als der SC DJK Everswinkel – ohne Zuschauer – gegen den Vorletzten SG Neuenkirchen/Varensell spielte und 29:32 unterlag. Fortsetzung folgt!?

Die Entscheidung in Warendorf fiel indes ähnlich konsequent wie in Sendenhorst. „Bis Dienstag hatte ich noch an unser Spiel am Freitag gegen den FC Greffen geglaubt. Da ich aber in den letzten Tagen wohl 50 mal wegen dieses Themas telefoniert habe, hat sich meine Meinung geändert. Außerdem kann ich nicht hören, dass Spieler keine Lust auf eine Quarantäne über Weihnachten haben. Auf Quarantäne hat keiner und nie Bock“, sagt Trainer Stefan Hamsen. Schon zuvor konnten stets Spieler, die Bedenken plagten, zu ihm kommen und um Nichtberücksichtung ersuchen. Ohne negative Auswirkungen. Schließlich sieht sich der Coach auch in der Verantwortung.

Regulärer Restart im Januar fraglich

Neben der Begegnung gegen Greffen sind von den Verlegungen im Dezember die Spiele bei der TSG Altenhagen-Heepen II sowie eben gegen die SG Sendenhorst betroffen. Ob es allerdings wie geplant am 9. Januar regulär weitergeht, darf bezweifelt werden.

Die verschobenen Spiele wurden derweil zunächst auf den 31. Dezember geparkt. In Abstimmung können die Trainer und die Vereine Termine vereinbaren. „Ich habe doch kein Problem, am Donnerstag gegen Greffen oder gegen Sendenhorst zu spielen. Das bekommen wir hin. Dann gibt es eben ein paar Europapokalwochen“, nimmt Hamsen die Situation entspannt.

Vielleicht auch, weil er mit seiner Mannschaft zwar nicht spielen, wohl aber weite trainieren kann. „Wir testen uns alle vor jedem Training. Zudem bleiben wir ja anschließend im geschlossenen Kreis“, so der WSU-Trainer, der sich auf kurzem Dienstweg mit Jan Kolodzei abstimmte – und der Torhüter und spielende Abteilungsleiter mit der Stadt. So ist gewährleistet, dass sich keine Trainingsrückstände aufbauen und das Team wieder bei null beginnen müsste. „Das ist dann irgendwann auch eine Frage der Motivation“, räumt Hamsen ein. Noch ist sie gegeben.

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