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Fußball: SVD gewinnt Heimspiel mit 4:1

„Zwei richtig geile Tore“

Drensteinfurt

Drei ganz wichtige Punkte fuhr Fußball-Bezirksligist SV Drensteinfurt am Sonntag im Heimspiel gegen BW Sünninghausen ein. Dabei trug sich auch ein Spieler in die Torschützenliste ein, der ansonsten seltener trifft.

Von Matthias Kleineidam

Sehenswertes Tor: Dennis Popil (3.v.l.), am Sonntag Kapitän für den spät eingewechselten Leon van Elten, traf mit seinem schwächeren linken Fuß zum 4:1. Foto: Kleineidam

Durch eine Leistungsexplosion nach der Pause haben die Bezirksliga-Fußballer des SV Drensteinfurt ihr erstes Heimspiel für sich entschieden und beim 4:1 gegen BW Sünninghausen die ersten drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt.

„Es geht doch!“, schrie Trainer Volker Rüsing nach dem Schlusspfiff in Richtung Dennis Popil. Der 24-Jährige, am Sonntag Kapitän für den angeschlagenen und spät eingewechselten Leon van Elten, hatte in der 72. Minute mit seinem schwächeren linken Fuß sehenswert zum 4:1 getroffen und damit den Deckel drauf gemacht. Sonst tritt Popil nicht so häufig als Torschütze in Erscheinung. Noch spektakulärer war der Treffer zum 2:1 für den SVD. Sven Grönewäller drosch den Ball aus etwa 15 Meter derart ins Netz, dass der Keeper den Ball kaum sehen konnte (52.).

„Zwei richtig geile Tore“, war Angreifer Falk Bußmann beeindruckt. Auch er hatte einen großen Anteil am „immens wichtigen Sieg“ gegen einen Konkurrenten, den die Drensteinfurter hinter sich lassen müssen, wenn sie nicht absteigen wollen. Für Bußmann war der Ausgleich direkt nach dem Wiederanpfiff der „Knackpunkt“ im Spiel. Ein Sünninghauser wollte den Ball zum Schlussmann zurückspielen, doch der Pass geriet zu kurz. Bußmann schnappte sich die Kugel, umkurvte den Torwart und drückte den Ball über die Linie (46.). Knapp 20 Minuten später war es ebenfalls der 25-Jährige, der aus kurzer Distanz auf 3:1 erhöhte (65.).

„Die Einstellung hat die ganze Zeit gestimmt“, sagte Bußmann nach der Partie. Doch in der für ihn ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der die Gastgeber etwas mehr Spielanteile gehabt hätten, war vor rund 100 Zuschauer auf dem Naturrasen im Sportzentrum Erlfeld nicht viel zusammengelaufen. Beide Teams waren mit einer Niederlage in die Saison gestartet, von Selbstvertrauen war nichts zu sehen. Im Gegenteil: Spielerisch agierten beide limitiert. Die beste Chance für den SVD hatte Bußmann. Er ließ einen Gegenspieler stehen, sein Abschluss war aber zu schwach. Ein Fehlpass von Leo Steinert führte zum 0:1. Innenverteidiger Christopher Merten kam nicht hinterher, die Hereingabe verwerteten die Gäste zur Pausenführung (43.). „Solche Fehler müssen wir abstellen“, sagte Bußmann. Das war es aber auch schon an Offensivaktionen der Sünninghauser. „Jedes Scheißding spielen wir lang“, schimpfte ein Blau-Weißer nach dem 4:1 der Stewwerter.

SVD: Scharbaum – Pankok, Kreuzberg (87. van Elten), Merten (85. Schouwstra), Steinert (55. Vieira Carreira) – Ressler, Dennis Popil – Grönewäller, Wichmann – Groß, Bußmann.

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