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Handball: Landesliga

Erfolgsverwöhnte Warendorfer SU wird ausgebremst

Warendorf

Die erfolgsverwöhnte Warendorfer SU wird durch zwei Spielabsagen ausgebremst. Die Partien bei Hesselteich-Siedinghausen und Schloß Neuhaus fallen aus. Die Saison läuft für die WSU besser als erwartet. Doch Trainer Stefan Hamsen traut der Tabelle nicht.

Von Henning Hoheisel

Die Warendorfer SU mit Kevin Wiedeler (r.) spielt bislang eine starke Saison in der Landesliga. Der zweite Platz nach elf Begegnungen kommt nicht von ungefähr. Foto: Wegener

Den Schwung vom umjubelten 33:21-Sieg im Derby gegen den SC DJK Everswinkel hätten sie nur allzu gerne mit in die Landesliga-Nachholpartie bei der Spielvereinigung Hesselteich-Siedinghausen genommen, doch nun werden die Handballer der Warendorfer SU mal wieder ausgebremst. Aufgrund von Corona-Fällen bei den Gegnern fällt sowohl das Duell am Mittwoch als auch die Partie am kommenden Wochenende bei Schloß Neuhaus aus. Dass sich das Team von Trainer Stefan Hamsen durch diese ungewollte Zwangspause aus dem Rhythmus bringen lässt, ist aber unwahrscheinlich.

Als heißer Abstiegskandidat in die Saison gestartet, hat sich die WSU durch konstant starke Auftritte mittlerweile bis auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Eine schöne Momentaufnahme, von der sich Hamsen jedoch nicht blenden lässt. „Wir spielen eine bessere Saison, als wir es selbst erwartet haben“, reibt sich Warendorfs Trainer beim Blick auf die Tabelle noch immer ab und an die Augen. Der Status quo ist jedoch etwas trügerisch: Wer etwa denkt, die WSU sei schon aus dem Gröbsten raus, wird durch Hamsen eines Besseren belehrt: „Ich rechne damit, dass man 21 Punkte für den Klassenerhalt benötigt“, rechnet der WSU-Trainer vor. 15:7-Zähler sind es bereits. Das ist gut, angesichts von fünf Absteigern aber noch nicht ganz ausreichend. „Elf Spiele sind es noch, wir sind auf einem sehr guten Weg“, lässt sich Hamsen dann doch zu etwas Optimismus hinreißen.

Warum auch nicht? Schließlich marschiert sein Team beeindruckend unbeeindruckt durch eine Spielzeit, die allein schon durch die Pandemie äußerst knifflig ist. „Immer wieder fallen kurzfristig Partien aus, die dann unter der Woche nachgeholt werden“, beschreibt Stefan Hamsen, der dann noch staunend ergänzt: „Aber meine Mannschaft verpackt das gut und ist immer wieder auf den Punkt da.“

Geht es so weiter, dürfte sich der Blick der WSU automatisch nach oben richten. Wenn auch nicht nach ganz oben – der erste Rang scheint fix an Altenhagen- Heepen II vergeben. „Zum Glück gibt es nur den einen Aufstiegsplatz“, sagt Stefan Hamsen und muss lachen. Denn bei aller Liebe, die Verbandsliga wäre für die erfolgsverwöhnte WSU dann doch noch eine Nummer zu groß.

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