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Reiten: MGM-Turnier des RV Gustav Rau Westbevern

Andrea Gausepohl jubelt so schön wie Bredow-Werndl

Telgte

Andrea Gausepohl jubelte so schön wie Jessica von Bredow-Werndl. Und im Stangenwald herrschte Dramatik pur. Die ersten beiden Tage beim MGM-Turnier des RV Gustav Rau Westbevern boten schönen Sport in der Dressur und im Viereck.

Von René Penno

Jubelpose: Andrea Gausepohl (RV Gustav Rau Westbevern) belegte in der M-Dressur mit Forrest Gump den zweiten Platz. Foto:

Was ist schon eine Europameisterschaft, wenn man eine Dressur auch vor der Haustür erleben kann? Und dann noch vor der besonderen Kulisse der Mariä-Geburts-Markt-Kirmes und mit Siegen und Top-Platzierungen für den Gastgeber. Freilich, Telgte ist nicht Hagen am Teutoburger Wald, und Andrea Gausepohl nicht Jessica von Bredow-Werndl. Der Jubel über die Wertnote (8,0) und den damit verbundenen zweiten Rang in der M*-Prüfung am Samstag war aber mindestens so schön wie der der Olympiasiegerin, die sich in Hagen auch den EM-Titel sicherte.

Als Vorletzte der 15 Paare waren Gausepohl und Forrest Gump an der Reihe. Sie rollten das Feld mit einer tollen Runde von hinten auf. Besser war nur Stefanie Ahlert (RFV Greven), die für ihre Vorstellung mit Symphonic die Note 8,2 bekam. Es waren nur Nuancen, die den Unterschied ausmachten. „Ich bin aber total happy“, strahlte Gausepohl, die sich über ihren zweiten Rang wie über einen Sieg freute. Zumal sie sich von Jahr zu Jahr steigert: 2018 war sie im Dressurviereck im Pappelwald mit Forrest Gump Vierte, ein Jahr später Dritte und nun Zweite. Steigerung möglich.

Kremeyer und Schulze-Topphoff siegen

Fünfte der M-Dressur wurde Anastasia Rosa Baumgartner (RV Ostbevern) mit Bella Belnera. Die Siege in den beiden anderen Wettbewerben im Viereck blieben beim Gastgeber: Kristina Kremeyer gewann mit Feine Piccolina und der Wertnote 8,5 die L-Dressur vor Reinhild Meier (Alverskirchen-Everswinkel) mit Daddy‘s Darling (WN 8,2), Rang vier gab es für Veronika Tewes (Westbevern) mit Baccarole (WN 7,8). Mit der Note 7,8 holte sich Ann-Kathrin Mareike Schulze-Topphoff mit Goldrausch die Siegerschleife der Reitpferdeprüfung.

Mehr Dramatik gab es am Sonntag im Springparcours. Im M*-Springen mit Stechen, dem sportlichen Höhepunkt des Tages, schenkten sich die Konkurrenten nichts und nutzten jeden Zentimeter aus. Die Pappeln standen den Reitern zum Teil im Weg. Jedenfalls vermittelten das die Teilnehmer des Stechens. Sabrina Rusche (Ostbevern) legte mit Amazing 47,32 Sekunden vor, Klaus Telljohann (Greben) verbesserte dieses Ergebnis mit Cha-Cha umgehend auf 42,57 Sekunden. Dann folgte schon Philipp Hartmann, der alle drei seiner Pferde ins Stechen brachte, sich dort aber nur für Index entschied. Es war die richtige Wahl: Mit dem sieben Jahre alten Wallach nahm er die Wendungen so eng es ging – die Uhr blieb bei 39,42 Sekunden stehen. Auch das war noch nicht das Ende. Denn mit einer furiosen Runde und einer Linie, die scheinbar keinen Platz mehr für Alternativen ließ, drückte Steffen Bröckmann (Nordbögge-Lerche) die Zeit mit Diddy auf 34,90 Sekunden. Und zum Schluss machte es die Schwedin Lina Rendström mit Kool Kaya noch spannend, als die Uhr bei 35,29 Sekunden stoppte. Kristina Hollmann (Ostbevern) war da mit Covent Garden längst im Ziel – ihre 45,26 Sekunden bedeuteten Rang fünf vor Sabrina Rusche.

In der Kombinierten Prüfung Klasse A landete Sabine Schulze Beckendorf (Westbevern) mit Quinie auf Platz zwei. Vierte wurde Vereinskollegin Jessica Wendker mit Lucy Ann. Den Kombinierten Reit-Wettbewerb gewann Jakob Suttorp (Alverskirchen-Everswinkel) mit Schierensees Heart and Soul.

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