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Fußball: Kreisliga A

Dem Kreis droht der Verlust des zweiten direkten Aufstiegsplatzes

Kreis Warendorf

In der Saison 2022/23 steigen beide A-Liga Meister aus dem Kreis Münster-Warendorf in die Bezirksliga auf. Aber die Zahlen sollten Warnung genug sein. Sicher ist der zweite Aufstiegsplatz in Zukunft nicht mehr.

Von Christian Havelt

Das möchten Kapitän Tobias Schwienhorst (l.) und die WSU nicht noch einmal erleben: In der abgelaufenen Saison wurden die Warendorfer Meister und scheiterten dann in den Aufstiegsspielen. Foto: Havelt

Der westfälische Fußball-Verband hat die Anzahl der Aufsteiger aus den Kreisen in die Bezirksliga für die neue Saison veröffentlicht. Demnach steigen in der Spielzeit 2022/23 wie erwartet beide A-Liga Meister aus dem Bereich Münster-Warendorf in die Bezirksliga auf. Aber die Zahlen sollten Warnung genug sein. Sicher ist der zweite Aufstiegsplatz in Zukunft nicht mehr.

Ab der kommenden Saison könnte sich das Blatt wenden. Denn nach aktuellem Stand der Meldezahlen aller Kreise könnte der Kreis Münster in der Saison 2023/24 nur noch 1,5 Aufsteiger stellen. Das bedeutet, dass die beiden A-Liga Meister dann wieder ein Entscheidungsspiel um den Direktaufstieg austragen müssten. Der Verlierer des Spiels müsste in die Aufstiegsrelegation. Das gilt es zu vermeiden.

„Allerdings ist das nur eine Prognose nach heutigem Stand“, schreibt der Kreisvorsitzende Norbert Krevert in einer Mitteilung an alle Vereine. Entscheidend für die Rangfolge der Kreise und damit die Vergabe der Aufstiegsplätze sind die aktiven Mannschaftszahlen im Senioren-Kreisligen-Bereich zum Ende der Saison 2022/23. Daher könnte jeder Mannschaftsrückzug in den Kreisligen A, B und C in der neuen Saison das Aus für die zwei Direktaufsteiger bedeuten.

„Der Fußballkreis hofft, dass diese Prognose ein Ansporn für alle Vereine ist, stabil durch die kommende Spielzeit zu kommen“, erklärt Krevert. Weiter sagt der Kreis-Chef: „Sollten Vereine über sehr große Kader verfügen, können Mannschaften gemeldet werden. Bis zum ersten Spieltag ist alles möglich.“

Maßgebend ist immer die Zahl der Mannschaften, die die Saison beenden und in den Abschlusstabellen geführt werden. Zieht sich ein Team vorher zurück, wird es nicht mitgezählt. Das ist alleine in den B- und C-Ligen zuletzt viermal passiert. Noch mehr Aderlass – und es wird eng.

Derzeit rangiert der Fußballkreis Münster hinter Dortmund, Bochum, Recklinghausen und Ahaus/Coesfeld auf dem fünften Platz in Westfalen. Ab Rang sechs gibt es nur noch 1,5 statt zwei Aufsteiger. Der heimische Kreis ist einer der fünf, die am meisten Mannschaften verloren haben. Der Kreis Siegen/Wittgenstein ist bedrohlich nah herangerückt.

Daher heißt es für die Vereine, alles zu tun, um den Fall der Fälle – den Rückfall auf Platz sechs – zu vermeiden und seine Mannschaften bis zum Ende durchspielen zu lassen. „Da zählen wir auch auf die Solidarität“, hatte Krevert schon auf dem Kreistag einen Appell an die Clubs gerichtet.

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