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Fußball: Kreisliga A

Herrmann geht – Averhage kehrt zum SC Hoetmar zurück

Hoetmar

Dieser Trainerwechsel wenige Spieltage vor dem Saisonende kommt überraschend: Dennis Herrmann ist von seinen Aufgaben beim SC Hoetmar entbunden worden. Ein alter Bekannter ist der Neue am Wiebusch.

Von Henning Hoheisel

Kennt sich am Wiebusch aus: Dennis Averhage kehrt für das Saison-Finale zum abstiegsbedrohten SC Hoetmar zurück. Foto: Wegener

Die Situation beim SC Hoetmar in der Kreisliga A 1 ist zwar alles andere als rosig, dennoch kommt dieser Schritt überraschend: Der Tabellenvorletzte hat sich am Dienstag von Trainer Dennis Herrmann getrennt und setzt in den verbleibenden fünf Spielen auf einen alten Bekannten als entscheidenden Impulsgeber im Abstiegskampf: Dennis Averhage.

Die Geschichte dieses Wechsels auf der Hoetmarer Trainerbank beginnt bereits am vergangenen Sonntag: Vor der Heimpartie gegen Sassenberg, die anschließend knapp mit 3:4 verloren ging, teilte Dennis Herrmann dem Fußball-Geschäftsführer des SCH, Walter Venhues, mit, dass er den Club nach der Saison verlassen wolle. „Das hat mich schon überrascht“, sagt Venhues am Mittwoch. Herrmann: „Ich finde den Verein super, aber das wäre nicht mehr gut gegangen. Wir waren uns in zu vielen Punkten uneinig.“

Daraufhin beriet sich Venhues jedenfalls mit seinen Kollegen aus Hoetmars Vorstand. Mit dem Ergebnis: „Wir wollen jetzt noch mal einen neuen Impuls setzen“, erklärt Venhues. Also wurden Dennis Herrmann und dessen Assistent Denny Dürre von ihren Aufgaben entbunden. Herrmann war 2020 vom SuS Ennigerloh an den Wiebusch gekommen.

Bei der Fahndung nach einem Nachfolger, mit dem im Idealfall doch noch die Rettung gelingen könnte, stieß der SC Hoetmar schnell auf Dennis Averhage – mit dem der Club bis 2019 schon gute Erfahrungen gemacht hat, ehe es ihn zurück nach Vorhelm zog. Dort hörte er im vergangenen Sommer auf – um vorerst auch nicht mehr als Trainer tätig sein zu wollen. „Mit dem Kapitel hatte ich eigentlich abgeschlossen. Zu Beginn des Gesprächs mit Walter hätte ich auch nicht gedacht, dass ich es mache“, sagt Averhage – und muss kurz lachen. Denn nach einer Nacht Bedenkzeit war dann doch klar: Er konnte Venhues und den SCH einfach nicht im Stich lassen. „Jetzt habe ich auch richtig Lust darauf, dem Verein zu helfen. Das aber auch nur für den Saison-Endspurt, nicht darüber hinaus“, stellt Averhage klar, der gemeinsam mit Martin Huerkamp versuchen wird, zu retten, was zu retten ist.

Fünf Partien bleiben, um noch auf Platz zehn zu klettern, der – je nachdem, ob etwas aus der Bezirksliga runterkommt – zur Relegation oder gar zur direkten Rettung reichen würde. „Die Situation ist sehr schwierig“, gibt Averhage zu. Allerdings: „Wenn ich nicht daran glaube würde, dass es noch klappen kann, würde ich es bestimmt nicht machen.“

Damit hatte Dennis Herrmann nicht gerechnet, als er Hoetmars Fußball-Geschäftsführer Walter Venhues mitteilte, nach dieser Spielzeit einen Schlussstrich ziehen zu wollen. „Ich hatte gehofft, dass wir diese Saison noch vernünftig zu Ende bringen“, sagt der mittlerweile von seinen Aufgaben entbundene Trainer. Herrmann ergänzt: „Zuletzt ist es ja auch ganz gut gelaufen, und die nächsten Gegner sind alle aus dem Niemandsland. Da hätten wir noch gut punkten können.“

In der Rückrunde gelangen Hoetmar bis dato zwei Siege und ein Remis, nur gegen die Spitzenteams Beelen und Sassenberg setzte es Niederlagen. Am Dienstagabend verabschiedete sich Herrmann noch von seinem Team. „Ich haben den Spielern viel Glück gewünscht und mich bei ihnen bedankt. Ich hoffe wirklich sehr, dass sie es noch packen.“

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