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Fußball: A- und B-Junioren pausieren

Kicken ab sofort im geschützten Raum

Die steigenden Inzidenzen machen auch vor dem heimischen Sport nicht halt. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen hat daraus nun seine Konsequenzen gezogen.

Von und

Ungeimpfte m

Die Politik hatte vorgelegt, am Mittwochvormittag zog dann der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen nach. Seit Mittwoch gilt auf den Sportplätzen und in den Hallen des Landes die neue Corona-Schutzverordnung.

Für wen gilt die 2G-Regel?

Die 2G-Regelung gilt für Zuschauer ebenso wie für Aktive. Die bereits in der Vorlage schwammige Übergangsregelung mit dem Ausweg über einen aktuellen PCR-Test ist schon aus Kostengründen kaum praktikabel, zumal die 48-stündige Geltungsdauer auch schon abgelaufen sein dürfte, wenn das Testergebnis aus den komplett überlasteten Laboren rückgemeldet wird. Fußballverband und -kreise haben diesen Passus dann auch gar nicht mehr ins Kalkül gezogen. Und so müssen Clubverantwortliche und Trainer jetzt tief in die Privatsphäre ihrer Schützlinge eindringen und den Impfstatus erfragen und dokumentieren.

Werden die Spielzeiten der Junioren durchgespielt?Nicht zu beantworten, eine Garantie dafür gibt es nicht. Hier wird das Infektionsgeschehen die Antwort geben. Fest steht: Der Spielbetrieb bei den A- und B-Junioren wird in Westfalen ab sofort bis zunächst zum 31. Dezember ausgesetzt. Nach Absprache zwischen den Vereinen und unter Einhaltung der Verordnung können allerdings Trainings- und Testspiele ausgetragen werden. Möglich sind unter Wahrung aller Vorgaben auch Punktspiele. „Wenn die Spiele ausgetragen werden, dann werden sie auch gewertet“, sagt Bernhard Niewöhner, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses. Die jüngeren Juniorenklassen dürfen aktuell den Regelspielbetrieb fortsetzen, bei den bis 15-Jährigen gilt nach wie vor die Anbindung an die Schulpflicht und die damit verbundenen Test- und Kontrollmechanismen. Die Bundesligen bei A- und B-Junioren sind von der Aussetzung der Spiele – Stand jetzt – nicht betroffen.

Wie geht es weiter bei den Senioren?

Nach Spielplan, aber auch nach den neuen Coronaschutz-Vorgaben. In allen Ligen ist am kommenden Wochenende bereits das rettende Ufer erreicht. Dann sind 50 Prozent der Saison absolviert und die Spielzeit damit wert- und verwertbar. Krevert: „Ab Sonntag haben wir das Minimalziel und eine Wertung erreicht. Da fällt mir ein Stein vom Herzen. Ab dann kann jede Tabelle die endgültige sein. Wieder mit Absteigern, die zum Sport und der Sinnhaftigkeit gehören.“

Wer ist für die Einhaltung der Regeln verantwortlich?Immer der Heimverein. Der Gastgeber muss auf und neben dem Platz die Anforderungen abfragen. Bei Sportplätzen, die keine klare Zugangsregelung ermöglichen, sollen stichprobenartige Abfragen unter den Zuschauern erfolgen. Handlungshilfen will Norbert Krevert, Vorsitzender des Fußballkreises Münster, den Clubs im Laufe des Donnerstags an die Hand geben.

Was passiert, wenn Teams nicht antreten können, weil nicht genug vollständig geimpfte Spieler zur Verfügung stehen?

„Diese Spiele werden mit 2:0 für den Gegner gewertet“, sagt Krevert. Verschiebungen sind weder geplant noch gewünscht. „Es ist nicht unser Anliegen, Ungeimpften eine Brücke zu bauen“, schiebt er hinterher.

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