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Fußball: A-Ligist SC Füchtorf

Patient auf dem Weg der Besserung

Füchtorf

Die Saison begann für die Fußballer des SC Füchtorf alles andere als gut. Plötzlich fanden sie sich am Tabellenende der Kreisliga A1 wieder. Aber der Patient befindet sich eindeutig auf dem Weg der Besserung.

Von Manfred Krieg

Lukas Krallmann (l.), hier gegen Sassenbergs Louis Niemerg, spielte eine gute erste Saisonhälfte für den SC Füchtorf. Foto: Christian Havelt

Der SC Füchtorf führt zur Winterpause der Fußball-Kreisliga A1 das Feld an – aber leider nur das der fünf Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen.

„Wir haben uns den ersten Saisonabschnitt auch ganz anders vorgestellt. Leider haben wir nur ganz schwer in die Saison gefunden. Gerade zu Beginn lief es bei uns ergebnistechnisch richtig schlecht, auch wenn ich den Jungs keinen Vorwurf machen kann. Sie haben alles gegeben“, analysiert Füchtorfs Trainer Thorsten Butz. Ein Blick auf die Ergebnisliste des SC Füchtorf zeigt deutlich, was Thorsten Butz meint. Zunächst ein 1:4 in Ostbevern, wo sich die Füchtorfer etwas ausgerechnet hatten. Dann im Derby gegen den VfL Sassenberg hielt der SCF 25 Minuten gut mit und brach danach völlig ein, ließ sich sieben Gegentore einschenken.

„Die Derby-Pleite gegen Sassenberg war sicherlich der Tiefpunkt der ersten Serie. Solch eine hohe Niederlage gegen den Nachbarn schmerzt besonders“, erklärt Butz. Nach dem ersten Punktgewinn gegen Münster 08 II ging die Talfahrt ungebremst weiter. Gegen den FC Greffen reichte nicht einmal eine 2:0- und 3:1-Führung zum Sieg, die Butz-Schützlinge kassierten das 3:4 in der 85. Minute. Auch in Westbevern waren späte Gegentore für die Niederlage (2:4) verantwortlich. Die Kicker aus dem Spargeldorf waren am Tabellenende angekommen.

Der erste Lichtblick war dann das 1:1-Remis gegen Aufstiegsaspirant SG Sendenhorst, dem ein 2:0-Erfolg über den SC Hoetmar folgte. Mit diesem Sieg verließ Füchtorf das Tabellenende und kehrte dorthin auch nie wieder zurück. Der SCF kletterte Platz für Platz nach oben, ehe er zum Jahreswechsel Rang acht erreicht hatte.

Von den letzten sechs Spielen verlor Füchtorf zwar die Hälfte, zweimal war der Gegner mit Handorf und Beelen aber einer der Titelanwärter. Bei der WSU II spielte Füchtorf eine perfekte erste Halbzeit, lag mit 5:0 in Front. Der absolute Höhepunkt war jedoch der Derbysieg über den VfL Sassenberg und damit die geglückte Revanche für die 0:7-Hinspielniederlage.

„Es war schon ein schönes Gefühl, mit 3:2 beim Lokalrivalen zu gewinnen. Es entschädigte etwas für die deftige Niederlage im Hinspiel. Wir haben glücklicherweise ab Ende Oktober die Formumkehr geschafft, uns gut entwickelt und uns endlich für unsere Mühen belohnt“, erläutert Butz. Und der Sieg bei schwächelnden Sassenbergern war zudem noch hochverdient.

Das nötige Glück stellte sich dann auch wieder ein. Im letzten Spiel des Jahres erzielte Carsten Schulte in der 94. Minute den 2:2-Ausgleich gegen Ostbevern. Zweimal konnten die Füchtorfer einen Rückstand egalisieren. Es war das einzige Spiel, in dem Füchtorf punktete, wenn es mit 0:1 in Rückstand geraten war. Viermal zuvor führte ein derartiger Spielstand am Ende immer zu einer Niederlage.

Tore in Halbzeit zwei hatten in Füchtorf eher Seltenheitswert. Sechs wurden registriert, aber keines zwischen der 46. und 60. Minute. Kein anderer A-Ligist war da erfolgloser. Die Trefferbilanz der Schlussviertelstunde von 2:9 wurde nur von Everswinkel und Hoetmar (je 4:12) unterboten.

25 Spieler setzte Butz ein, acht von ihnen kamen maximal auf vier Einsätze. An seinen Wechseln wird der Füchtorfer Trainer noch arbeiten müssen. Bei 47 Ein- und Auswechslungen sprangen nur zwei Joker-Tore heraus. Von goldenem Händchen kann wahrlich nicht gesprochen werden.

Dennoch blickt der Trainer positiv in die Zukunft: „Wir wollen unseren eingeschlagenen Trend fortsetzen und uns weiter absetzen. Ein früher Klassenerhalt wäre eine tolle Belohnung für uns.“

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