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Handball: Landesliga

Revanche-Gelüste vor dem Derby: Warendorfer SU trifft auf SC DJK Everswinkel

Warendorf/Everswinkel

Es klingt paradox, aber als Tabellendritter muss die Warendorfer Sportunion bei fünf Absteigern in der Landesliga Staffel 2 weiter bangen. Da kommt das Derby mit dem SC DJK Everswinkel am Freitag gerade recht.

Von Christian Havelt

Voller Einsatz ist im Derby zwischen der WSU und Everswinkel gefragt. Hier eine Szene aus dem Hinspiel mit (v.l.) Jan Linnenbank, Phil Kruse und Moritz Grothues. Foto: René Penno

„Wir rechnen uns schon etwas aus“, sagt Everswinkels Trainer Thomas Steinhoff vor dem Landesliga-Derby am Freitag ab 19.30 Uhr bei der Warendorfer Sportunion. „Wenn wir einen guten Tag haben, können wir etwas mitnehmen. Und wir haben etwas gutzumachen.“

Was Steinhoff damit meint, ist das Hinspiel in Everswinkel, dass die Warendorfer mit einer bärenstarken Leistung seinerzeit mit 28:21 auch in der Höhe verdient gewannen. Damit das nicht noch einmal passiert, haben sich die Gäste auf die speziellen Bedingungen in der Kreisstadt, dort ist das „Harzen“ des Balles ja bekanntlich verboten, vorbereitet. „Wir haben jetzt zwei Wochen ohne Harz trainiert“, verrät der Übungsleiter.

Allerdings muss Everswinkel auf längere Sicht auf seinen verletzten Kapitän Raphael Wierbrügge verzichten, der sich im letzten Spiel am Knie verletzt hatte und bei dem nun ein Innenbandriss diagnostiziert wurde.

Allerdings haben auch die Warendorfer so ihre personellen Probleme. Die beiden Aushilfs-Routiniers Patrick Ahlbrand und Martin Muesmann sind nämlich verhindert, zudem steht hinter dem Einsatz von Moritz Grothues krankheitsbedingt noch ein Fragezeichen. So wird die WSU wohl mit nur neun oder zehn Feldspielern agieren müssen. Immerhin steht neben Lennart Hartmann wieder ein weiterer Torhüter zur Verfügung, nachdem die WSU zuletzt mit nur einem Schlussmann antreten musste. Jan Kolodzei ist mittlerweile wieder fit.

Auf dem Papier ist die WSU sicherlich favorisiert. „Es ist eben ein Derby. Und in so einer Situation, wo keine Mannschaft wirklich im Rhythmus ist und es auch personell nicht gerade optimal aussieht, würde ich nicht von einem Favoriten sprechen“, sagt Trainer Stefan Hamsen, der sich allerdings auch nicht vor der Rolle scheut. „Wenn uns einer die Favoritenrolle zuschustern will, können wir damit auch umgehen und werden nicht unter der Last zusammenbrechen.“

Vielmehr freut sich Hamsen auf das Derby vor voraussichtlich vollen Rängen in der Halle der Marienschule. Es dürfte also richtige Derby-Stimmung aufkommen. Auch die Zielsetzung ist klar. „Wir möchten das Spiel natürlich gewinnen“, verrät der Übungsleiter sicher kein Geheimnis. „Das sollten wir auch unbedingt tun, um dann ein Polster auf die Abstiegsplätze zu haben.“ Zur Erinnerung: Fünf Mannschaften müssen runter, der Vorsprung beträgt aktuell nur drei Punkte.

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