1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Everswinkel
  6. >
  7. RZFV Ennigerloh-Neubeckum gewinnt erste Etappe des Springpokals

  8. >

Reiten: Turnier des RV Oelde

RZFV Ennigerloh-Neubeckum gewinnt erste Etappe des Springpokals

Kreis Warendorf

Emotionaler Höhepunkt beim Turnier des RV Oelde war die erste Etappe des Volksbank-Springpokals für Vereinsmannschaften aus dem Kreis Warendorf, die mit elf Teams gut bestückt war. Der RZFV Ennigerloh-Neubeckum landete an erster Stelle.

Von Thomas Hartwig

Sicherte sich das S-Springen am Samstag: Alexandra Lüth (RZFV Ennigerloh-Neubeckum) mit ihrem 18-jährigen Wallach Navoca. Foto: Hartwig

Mit dem Sommerspringturnier von Freitag bis Sonntag können die Mitglieder des gastgebenden Reitvereins Oelde mehr als zufrieden sein. Denn über drei Tage wurde Springsport von interessanten Prüfungen für Nachwuchspferde bis hin zur schweren Klasse zu idealen Bedingungen für Reiter und Zuschauer geboten.

Emotionaler Höhepunkt war am Sonntagnachmittag die erste Etappe des Volksbank-Springpokals für Vereinsmannschaften aus dem Kreis Warendorf, die mit elf Teams gut bestückt war.

Ein nur dem Springsport gewidmetes Freiluftturnier ist in dieser Region eher ungewöhnlich, war aber einem Projekt geschuldet, das Bernhard Kobrink, erster Vorsitzender des Vereins und Turnierleiter, erklärte: „Wir wussten im Vorfeld nicht, ob wir mit unserem jüngsten Vorhaben, dem Bau eines 60 Meter langen Schleppdachs entlang unserer großen Reithalle, rechtzeitig fertig sein würden. Deshalb haben wir uns entschlossen, ein reines Springturnier auszuschreiben.“ Die rund 80 000 Euro umfassende Baumaßnahme bewährte sich prächtig, fanden unter dem neuen Dach doch die zahlreichen Besucher, Reiter und Helfer Schutz vor der Sonne.

An Highlights war das Turnier nicht arm. Schon der Freitag bot mit einem Springen der schweren Klasse für sieben- bis zehnjährige Pferde eine interessante Prüfung. Den Sieg holte sich die 18-jährige Hannah-Michelle Wilken (Warendorf). Mit ihrer Hannoveraner Stute Never Mind lieferte sie eine fehlerfrei Runde in 59,24 Sekunden ab.

Da mussten sich auch die routinierten Profis Thomas Holz (Emsdetten) mit Highbrook’s Messenger (0 Strafpunkte in 61,68 Sekunden) und Alexander Rottmann (RFV Vornholz) mit Firth of Tay R (0/65,79) mit den Plätzen zwei und drei begnügen.

Auch im S-Springen mit Siegerrunde am Samstagabend ging am Ende die Goldschleife für den Sieg an eine junge Reiterin. Alexandra Lüth (RZFV Ennigerloh-Neubeckum) und ihr 18 Lenze zählender Wallach Navoca standen dabei als letztes Starterpaar in der Siegerrunde unter besonderem Druck. Denn ihre drei Mitbewerber hatten alle Strafpunkte kassiert. Die 26-Jährige wählte die richtige Taktik und kam mit einer zügigen und fehlerfreien Runde ins Ziel (0/60,23), was ihr den elften S-Sieg in ihrer Karriere bescherte. Hinter Christina Aust (Kamen) mit Kollinear (5/61,11) belegte Steffen Eikenkötter (RV Geisterholz) mit Clintino Platz drei (8/58,74).

Höhepunkt des Sonntags war die erste Etappe des 42. Springpokals, einem Mannschaftsspringen der Klasse L für die Vereine des Kreises Warendorf. Mit dem Idealergebnis von null Strafpunkten in total 205,62 Sekunden sicherten sich Markus Bremer mit Cat Ballou B, Lena Pautmeier mit Quihaps, Alexandra Lüth mit Cunningham und Marcel Patrick Schniederkötter mit Dibadu’s Secret vom RZFV Ennigerloh-Neubeckum die erste Etappe und damit eine gute Ausgangslage für die zweite Runde, die am übernächsten Wochenende beim Turnier des RFV Drensteinfurt ausgetragen wird.

Denkbar knapp geschlagen landeten in Oelde auf den Plätzen zwei und drei die Equipen des gastgebenden RV Oelde (0/211,01) und des RFV Warendorf (0/216,38).

In der Einzelwertung des Springpokals ging der Sieg an Markus Scharmann (RFV Vornholz) mit Chocomel E (0/61,77). Dass der Mannschaftssieg des RZFV Ennigerloh-Neubeckum auch mit zielgerichteter Nachwuchsförderung zu tun haben könnte, hatte sich in Oelde bereits am Samstagabend angedeutet.

Denn in einem Mannschaftsspringen der Klasse A stellten die Reiter des Vereins nicht nur das Sieger-Team, sondern auch noch die zweitplatzierte Equipe. „Wir bemühen uns, mit kontinuierlichen Trainingsmaßnahmen unsere jüngeren Reiter so weit zu entwickeln, dass sie langsam auch in das Team für den Volksbank-Springpokal hineinwachsen können“, versuchte Markus Bremer vom RZFV Ennigerloh-Neubeckum das Erfolgsgeheimnis des Vereins zu erklären.

Startseite
ANZEIGE