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Fußball: Kreisliga A

WSU trennt sich von Roland Jungfermann

Warendorf

Trainerwechsel nach dem zweiten Spieltag in der Kreisliga A: Die Warendorfer Sportunion trennt sich von Coach Roland Jungfermann – offiziell in beiderseitigem Einvernehmen. Aus dem Umfeld verlautete aber auch, dass sich die Mannschaft gegen eine weitere Zusammenarbeit ausgesprochen habe.

Von Henning Hoheisel

Ab sofort wieder auf dem Markt: Roland Jungfermann ist nicht mehr Trainer der Warendorfer SU. Das hat der A-Kreisligist am Mittwochvormittag offiziell bekanntgegeben. Foto: Wegener

Der Schritt an sich kommt vielleicht nicht ganz so überraschend, der Zeitpunkt aber sehr wohl: Fußball-A-Kreisligist Warendorfer SU hat sich nach nur zwei Spieltagen von Trainer Roland Jungfermann getrennt. Beide Seiten betonen zwar ausdrücklich, dass die Entscheidung einvernehmlich gefallen sei, doch aus dem Umfeld des Clubs ist etwas Anderes zu hören.

Im Grunde hat die neue Serie in der Kreisliga A 1 für die WSU noch gar nicht richtig begonnen: Zum Auftakt gab es ein knappes 1:0 in Ostbevern, am zweiten Spieltag hatte das Team frei. Trotzdem hat sich der Club nun dazu entschlossen, eine Veränderung auf der Trainerbank vorzunehmen: Roland Jungfermann (56), seit 2020 in Warendorf tätig, ist ab sofort nicht mehr im Amt. Bis auf Weiteres übernimmt der bisherige Co-Trainer Maik Lauhoff die Verantwortung.

„Die Trennung ist in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt“, sagt Ralf Sennhenn, Senioren-Obmann der WSU. Und fügt dann noch unmissverständlich hinzu: „Ein anderes Statement wird es von uns als Verein nicht geben.“ Auch Jungfermann selbst mochte sich am Mittwoch nicht zu den Hintergründen äußern: „Es ist doch auch müßig. Die Zusammenarbeit ist beendet, es gab kein böses Blut und wir werden weiter ein freundschaftliches Verhältnis zueinander haben“, erklärt der Trainer, der die WSU im Vorjahr zur Meisterschaft in der Staffel 2 geführt hat, im finalen Spiel der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga aber ein bitteres 0:4 gegen BW Beelen hinnehmen musste.

Aus dem Umfeld der Sportunion ist jedoch zu vernehmen, dass die Trennung eher nicht auf beiderseitigen Wunsch erfolgt ist. So soll sich die Mannschaft gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Roland Jungfermann als Trainer ausgesprochen haben, nachdem es bereits in der vergangenen Saison intern rumort habe.

Wie dem auch sei, die WSU muss sich nun auf die Suche nach einem neuen Übungsleiter begeben. Oder aber Maik Lauhoff entpuppt sich noch als Ideal- und nicht als Interimslösung. „Alles ist vorstellbar, wir denken in alle Richtungen“, sagt Ralf Sennhenn. Und gibt zu: „Der Zeitpunkt ist sicherlich schwierig. Alle ambitionierten Trainer haben jetzt ja eigentlich eine Mannschaft.“

In Spiel eins nach Jungfermann ist die Warendorfer SU am Sonntag bei Münster 08 II gefordert.

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