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Sporthelferausbildung läuft in Greven auf Hochtouren

Ausbildung ist ein Jungbrunnen

Greven

18 Grevener Jugendliche lassen sich gerade zu Sporthelfern ausbilden. Ein spannendes Projekt zwischen Vereinen und Schule.

Sven Thiele

18 Jugendliche ließen sich im sauerländischen Hachen zu Sporthelfern ausbilden. Foto: Sven Thiele

Wenn Schule und Vereine enger zusammenrücken, können beide Seiten davon profitieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Sporthelfer-Ausbildung am Grevener Gymnasium. Dort haben sich gerade 18 Jugendliche zu Sporthelfern ausbilden lassen. Mehr noch: Sie alle stürzen sich direkt nach ihrer Ausbildung in die Praxis: Ob in der Schule als Pausensportplaner oder im Verein als Gruppenleiter.

„16 der frisch ausgebildeten Sporthelfer waren direkt bei einer unserer Teamsitzungen“, stellt Mara Book zufrieden fest. Die pädagogische Fachkraft der Abenteuerkiste begleitet die Ausbildung und sucht für die Jugendlichen passende Einsatzfelder im Verein. Zusammen mit Alexander Kreth, er ist Sportlehrer am Gymnasium, und Dirk Holtmann, Bildungsreferent beim KSB Steinfurt, ist es ihr offenbar gelungen, die Jugendlichen während der fünftägigen Schulung im sauerländischen Hachen nicht nur auszubilden, sondern sie überdies für eine Betätigung im Sport oder in der Jugendarbeit zu begeistern.

Die OGS, das verkürzte Abitur und der Vormarsch der Ganztagsschulen stellen diejenigen vor neue Herausforderungen, die Kinder und Jugendliche außerhalb des Schulalltages erreichen wollen. Der Weg in die Schule scheint für sie dabei ebenso vielversprechend wie unvermeidbar. Bei der Abenteuerkiste findet seit jeher ein Großteil der Jugendlichen für die Kooperation mit weiterführenden Schulen den Zugang zum Verein. Nachwuchsmangel? Fehlanzeige.

Die Sporthelfer-Ausbildung gehört in vielen weiterführenden Schulen mittlerweile zum festen Programm. Alleine im Kreis Steinfurt dürfen sich über 30 Schulen „Sporthelfer-Schulen“ nennen. In Greven sind es das Gymnasium, die Anne-Frank-Schule und die Gesamtschule. Sie bilden regelmäßig Jugendliche im Alter von 13 bis 17 für künftige Tätigkeiten in der Schule oder im Verein aus.

Das Modell soll dazu beitragen, Angebote von Vereinen und Schule besser miteinander zu verknüpfen und die Gewinnung junger Engagierter als gemeinsame Aufgabe zu begreifen. Landesweit sind es bis zu 7000 Jugendliche, die pro Jahr die vom Landessportbund koordinierte Sporthelfer-Ausbildung durchlaufen. Und die sich im Pausensport der Schulen ebenso aktiv einbringen können wie in der Vereinsarbeit, die händeringend nach Nachwuchskräften sucht.

Für die Abenteuerkiste erweist sich die Ausbildung als eine Art Jungbrunnen. Auf diese Weise stoße immer neue Nachwuchskräfte zum Verein hinzu, viele von ihnen verstärken das Ferienkisten-Team oder werden Betreuer in einer der Ferienfreizeiten im Sommer.

In der Schule selbst scheint das System ebenfalls gut zu funktionieren. Sporthelfer organisieren Arbeitsgemeinschaften und den Pausensport. Vor den Sommerferien stellen die Sporthelfer gar ein eigenes Sportfest für alle Fünft- und Sechstklässler auf die Beine.

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