1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Der Funke der Begeisterung

  8. >

Volleyball: Nachwuchsförderung beim SV Greven

Der Funke der Begeisterung

Greven

Die Förderung des Volleyball-Nachwuchses wird beim SV Greven groß geschrieben.

Von Sven Thiele

Beim SV Greven haben junge Volleyballer eine Basis gefunden, um Ihr Hobby erlernen und mit viel Spaß ausüben zu können.Die Kids sind mit Feuereifer bei der Sache. Foto: Sven ThieleSven Thiele

Das Netz, beim Volleyball das entscheidende Hindernis, um den Ball von der einen zur anderen Spielhälfte zu befördern, hängt nicht unüberwindbare 2,43 Meter hoch, sondern ist für die sieben- und achtjährigen Kinder einen halben Meter tiefer angebracht. Gleichwohl erreichen die Mädchen und Jungen die Netzkante gerade mal mit ausgestreckten Armen. Die meisten ihrer Bälle verfangen trotzdem nicht im Netz, sondern landen auf der anderen Seite. Was Trainer Sascha Kiel immer wieder anerkennend ausrufen lässt: „Das war spitze.“ Lobenswert sind aber nicht nur die sichtbaren Fortschritte bei den Volleyball-Kids des SV Greven. Bemerkenswert ist auch dies: Ein Aufruf hat genügt, um einen regelrechten Run auf die neue Gruppe auszulösen. Über 20 Kinder bilden mittlerweile den jüngsten Unterbau beim Grevener Volleyball.

Sascha Kiel steht an diesem Freitagnachmittag nicht alleine in der Mühlenbachsporthalle, um seinen Volleyball-Kids Grundlagen wie das Fangen, Werfen, Pritschen und Baggern zu vermitteln. Grundlagen eines Spiels, bei dem es darum geht, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass er den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte berührt oder die gegnerische Mannschaft einen Fehler begeht. Was kein leichtes Unterfangen ist. Deshalb hängt nicht nur das Netz tiefer. Bei den Kindern geht es zunächst darum, mit kleinen Bällen die Grundtechniken zu erlernen. Und dafür steht ein ganzes Trainerteam parat. Ina Koopmann und Sacha Kiel erklärt Übungen und demonstrieren, wie man pritscht und baggert. Mit Therasa Ehm, Antonia Essmann, Merle Glaneman und Lotta Hagemann unterstützen außerdem ältere Jugendspielerinnen des Vereins.

Ein Glücksfall, findet Sascha Kiel, der sich beim SV Greven nicht nur um die Volleyball-Kids kümmert, sondern die Abteilung mit ihren knapp 120 Mitgliedern leitet.

Die Volleyball-Kids sind die jüngste Gruppe im Verein. Jeden Freitag kümmert sich sein Trainerteam darum, dass Kinder und Jugendliche, im Moment vornehmlich Mädchen, möglichst gut ausgebildet werden. Beim SVG gibt es eine U13-, eine U15- sowie eine U18-Mannschaft im Jugendbereich. Sie sind der für die Damen-Mannschaft, die unter der Leitung von Stephan Bürmann in der Bezirksliga aufschlägt.

Volleyball gehört in Deutschland zu den populärsten Mannschaftssportarten. 2020 waren rund 408 000 Mitglieder unter dem Dach des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) organisiert. Allerdings sinkt die Zahl der Mitglieder und mit ihr die Mannschaften seit 2004 kontinuierlich. Eine Entwicklung, gegen die sich Sascha Kiel beim SV Greven stemmt. Sein Ziel: „Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr eine weitere Hallenzeit bekommen und dann eine U12-Mannschaft bilden können.“ Das Interesse scheint jedenfalls groß. Ebenso wie die Lernbereitschaft. „Man kann beim Volleyball nicht sagen, nimm` den Ball und spiel ihn über das Netz“, erklärt der B-Lizenz-Inhaber. „Aber die Kinder lernen sehr schnell.“

Sascha Kiel weiß aus eigener Erfahrung, warum es auf die Ausbildung ankommt. Er selbst hat als 16-Jähriger beim SC Falke Saerbeck mit dem Volleyball-Spielen begonnen. Zu spät, wie er im Nachgang meint. Deshalb will er Kinder so früh wie möglich an den Sport heranführen. Bei seinen drei Töchtern ist ihm das bereits gelungen. Lilli (13 Jahre), Tilda (9) und Ella (7) fühlen sich beim Volleyball ebenso pudelwohl wie ihr Vater, der seit 2015 in Greven dabei ist. Was ihm offenbar besonders gut gelingt ist, andere für seinen Sport zu begeistern. Die Volleyball-Kids sind das beste Beispiel.

Termin: Volleyball-Kids beim SV Greven, freitags, 16 bis 17.30 Uhr, Mühlenbachsporthalle.

Startseite