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Fußball: Kreisliga B

Derby zwischen SV und Greven 09 II - nur einer hat Druck

Greven

Der SV Greven empfängt die Zweite des SC Greven 09 am Sonntag zum Stadtduell. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, weshalb ein Team kaum etwas zu verlieren hat.

Von Tom Veltrup

Toptorjäger Jonas Kortevoß (r.) fehlt dem SC Greven 09 II gegen den SV Greven höchstwahrscheinlich. Foto: th

Es ist wieder so weit: In der Kreisliga B 1 Münster treffen am Sonntag (15 Uhr) der SV Greven und SC Greven 09 II aufeinander. Eine spannende Kombination, bei der die Nullneuner mit deutlich mehr Druck in die Partie gehen.

Die sind nämlich noch voll und ganz in der Verlosung um den A-Liga-Aufstieg, müssen dabei jedoch auf Patzer vom Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus III hoffen – und selbst natürlich ihre Hausaufgaben erledigen. „Es ist wichtig, unsere Spiele zu gewinnen. Punktverluste würden mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit das Ende bedeuten“, weiß Nullneun-Coach Srdjan Kosoric. „Es bis zum Ende eng zu halten und dran zu bleiben, ist der springende Punkt.“

Greven 09 II mit Vier-Tore-Schnitt

Im Hinspiel fuhren die Nullneuner einen recht ungefährdeten 3:1-Erfolg ein. „Wir waren von Beginn an wach und bereit fürs Derby. Genau da gilt es wieder anzusetzen“, sagt Kosoric vor dem Stadtduell. „Die Jungs sind schon motiviert und legen eine gute Einstellung an den Tag.“

Doch nicht nur die Motivation fürs Derby lockt noch ein paar Extraprozente aus den Köpfen und Körpern der Nullneuner heraus. Am Donnerstagabend schossen sie sich mit 7:1 gegen den FC Münster 05 II warm. Unglaubliche 102 Treffer hat der Tabellenzweite nun in 24 Partien erzielt – das bedeutet 4,25 Tore pro Spiel.

Nullneun sorgt sich um Kortevoß und Trio

Allerdings brachte der Kantersieg auch einen Wermutstropfen mit sich – genauer gesagt gleich vier: Neben Kapitän und Top-Scorer Jonas Kortevoß (21 Tore) mussten auch Christian Wiesmann, Timo Aymans und Johannes Mennemeyer verletzungsbedingt vom Platz gehen.

„Wir planen fürs Derby erst ein mal ohne sie“, gab Kosoric schmerzlich zu. Bei Kortevoß und Wiesmann scheint ein Ausfall recht sicher, Aymans und Mennemeyer haben noch minimale Chancen. Letzterer wird dann eventuell jedoch wieder zur Bezirksliga-Mannschaft hochrücken. Vom Stadtrivalen hält der 09-Coach recht viel: „Sie haben eine gute Mannschaft und stehen zurecht da, wo sie stehen (Platz 5, Anm. d. Red.). Auch Trainer Sven Hehl schätze ich sowohl fachlich als auch menschlich sehr.“

SV-Coach Hehl erinnert an Fechtel

SV-Coach Hehl ist ebenfalls voll des Lobes für die Nullneuner: „Sie sind unberechenbar. Sie haben ein wenig Druck, wenn sie ihre Ziele verwirklichen wollen. Jedes Spiel ist für sie ein Endspiel. Aber sie haben auch die Qualität, so etwas zu leisten.“ Genau darin sehe er aber auch eine klitzekleine Chance: „Wir können komplett befreit aufspielen.“

SV-Coach Sven Hehl lobt den Stadtrivalen, sieht ihn aber auch eher unter Druck als seine Mannschaft. Foto: th

Das Hinspiel ging zwar verloren, dennoch hatte Hehl am Auftritt seiner Truppe nicht viel zu meckern: „Gerade gegen uns holen sie sich ja auch immer ein wenig Verstärkung aus der Ersten. Im Hinspiel hat uns Patrick Fechtel abgeschossen. Trotz der Niederlage haben wir damals aber gut gespielt. Daran wollen wir anknüpfen und die Leistung dieses Mal in Zählbares ummünzen.“

Der erste wichtige Schritt, um das zu schaffen, ist getan: „Die verletzten Akteure sind alle so langsam wieder ins Training eingestiegen. Zuletzt waren wir ja teilweise nur elf, zwölf Spieler im Kader. Wir haben nun wieder eine ordentliche Trainingsbeteiligung“, sagt Hehl, der vermutlich wieder eine schlagfertige Truppe zusammenstellen kann.

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