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Fußball: Kreisliga A

„Es wird total gefährlich“ - SC Falke Saerbeck startet als Spitzenreiter

Saerbeck

Die Hinrunde des SC Falke Saerbeck hatte es in sich. Viele positive Highlights waren dabei. Aber auch einige, die es durchaus zu Vergessen gibt. Nun kommt es für den Tabellenführer vor allem auf den Start in die Rückrunde an, wie Trainer Dragan Grujic prophezeit.

Dragan Grujic: Der Trainer des SC Falke Saerbeck wirkt konsterniert. Es ist ein Bild von dem Tage, an dem seine Mannschaft auf den SV Büren traf. Das Spiel wurde später abgebrochen und mit einer Niederlage für beide Teams gewertet. Foto: Sven Thiele

Mitte August des letzten Jahres. Der SC Falke Saerbeck startete an einem Sonntagmittag bei der Ibbenbürener Spvg II in die laufende Saison. Nach einer von den Ergebnissen her durchaus zufriedenstellenden Vorbereitung wurde das Team um Trainer Dragan Grujic zum Auftakt mächtig „vermöbelt“. Mit 1:7 geriet der A-Ligist damals unter die Räder.

Keine fünf Monate später hat sich die Saerbecker-Fußballwelt um mindestens 180 Grad gedreht – zum positiven wohlgemerkt. Denn seit der Klatsche zu Saisonbeginn ist die Grujic-Elf für jeden Gegner äußert unangenehm zu bespielen. Und nicht nur das, auch die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache. In Folge der ersten Niederlage wurde sagenhafte elf Saisonspiele hintereinander gewonnen. Die Saerbecker grüßen dementsprechend nicht zu Unrecht von der Spitze der Kreisliga A Tecklenburg.

Büren-Spiel mit Auswirkungen?

„Die Hinrunde war wirklich spannend. Aber auch anstrengend,“ erinnert sich Grujic zurück. Neben der 1:7-Klatsche gegen die ISV II mussten die Saerbecker bisher nur vier weitere Male Punkte abgeben. Bei den Unentschieden gegen den SC Halen (3:3) und gegen den derzeitigen Tabellenzweiten und ärgsten Verfolger Arminia Ibbenbüren (1:1). Die zweite Niederlage heimsten sich die Kicker am letzten Spieltag in 2022 ein. Ein 1:2 gegen den SC Dörenthe kurz vor dem Weihnachtsfest – eine eher durchwachsene Fußball-Bescherung.

Die wohl spektakulärste Niederlage – wobei es zum Zeitpunkt des Spielabbruches eigentlich 1:1 gestanden hatte – war beim Spiel gegen SV Büren. Am Ende wurde die Begegnung weder Unentschieden noch mit einem Sieg für eine der beiden Mannschaften gewertet. Auch gab es kein Wiederholungsspiel. Der Verband entschied damals, dass die Partie mit einer Niederlage und minus zwei Toren gegen Falke Saerbeck und auch gegen den SV Büren gewertet wurde.

Für Grujic bis heute ein Unding: „Ich verstehe das immer noch nicht. Für mich ist das ein klarer Punkteklau.“ Wäre das Spiel zumindest mit 1:1 gewertet worden, dann hätte der Sportclub heute 45 statt 44 Zähler auf dem Konto. Ob genau dieses eine Pünktchen am Ende der Saison einen relevanten Ausschlag geben wird, ist gegenwärtig ohnehin spekulativ. Grujic betont aber: „Es kann durchaus dazu kommen, dass uns vielleicht genau dieser eine Punkt am Ende fehlt.“

Saisonziel ist aktuell erreicht

Wozu? Zum Aufstieg natürlich. Auch wenn das vor der Saison angepeilte Ziel die Top-vier waren, so lässt es sich verständlicherweise nur ungern von Rang eins verdrängen, wenn man erst einmal Primus der Liga ist. „Wir wollen ganz klar den Trend der Hinrunde mitnehmen und selbstverständlich auch am letzten Spieltag ganz oben stehen“, gibt der Coach ehrlich zu. Sollte es indes nicht für den ganz großen Coup reichen, dann sei dies eben so und Grujic wolle Ursachenforschung betreiben. „Wir haben schon viel erreicht und alles, was noch dazukommt, ist einfach nur plus.“

Das Hätte- Wenn- und Aber-Spiel macht mit Beginn der Vorbereitung für den Trainer aber noch überhaupt keinen Sinn. Viel wichtiger sei, dass weiterhin alles passen würde – wie bisher. Damit meint Grujic vor allem das Glück, dass seine Mannschaft gerade in sehr engen Ligaspielen durch Ausdauer und Konzentration förmlich erzwungen habe. Und die gute Trainingsbeteiligung gepaart mit kaum nennenswerten Verletzungssorgen.

„Ich muss schon sagen, dass wir auch einige schlechte Spiele in der Hinrunde gemacht haben“, so Grujic, der aber auch hinzufügt: „Dann haben wir es aber immer geschafft, die nötigen Qualität an den Tag gelegt, um das Blatt noch zu unseren Gunsten zu wenden.“ Kurzgesagt: Die Spieler des SC Falke Saerbeck scheinen wahre „Mentalitäts-Monster“ zu sein.

Genau diese Fähigkeit bedarf es wahrscheinlich auch direkt zum Rückrundenauftakt. Denn wagt der Fußball-Interessierte einen Blick in die auf kommenden Paarungen, dann wird sehr schnell deutlich, dass die Saerbecker ein äußerst dankbares Programm erwischt haben. Zumindest auf dem Papier und wenn es nach den aktuellen Platzierungen in der Tabelle geht.

Rückrundenstart wichtiger denn je

Als Tabellenführer geht es automatisch als Favorit in die anstehenden Spiele. Mit den Begegnungen gegen SW Lienen, Westfalia Hopsten, SC Hörstel, GW Steinbeck und Westfalia Westerkappeln bekommt es der Sportclub ausschließlich mit fünf der sechstletzten Mannschaften der Liga zutun.

Für Grujic die wohl schon entscheidende Phase der Saison: „In der vergangenen Spielzeit haben wir genau hier die Punkte liegen gelassen. Deswegen wird es total gefährlich. Aber wir haben in der Hinrunde gezeigt, dass wir das besser machen können als zuvor. Das ist auch der Grund, warum wir jetzt ganz oben stehen. Packen wir das, werden wir noch viel Spaß haben.“

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