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Kreisliga A: BG Gimbte kassiert ein spätes Gegentor und spielt 1:1 gegen Münster 05

Geht da noch was? Ein klares Jein!

Gimbte

Geht da wirklich so richtig was für BG Gimbte in Sachen Klassenerhalt? Nach 95 Minuten musste diese Frage am Sonntagnachmittag mit einem klaren „Jein“ beantwortet werden.

Von und

Pierre Ruch (r.) grätschte, konnte es aber auch filigran bei seinem Traumtor zum 1:0. Foto: Stefan Bamberg

An der Schlage, das haben sie am Freitag an dieser Stelle verkündet, da geht doch immer was!

Aber: Geht da wirklich so richtig was für BG Gimbte in Sachen Klassenerhalt? Nach 95 Minuten musste diese Frage gestern Nachmittag mit einem klaren „Jein“ beantwortet werden. Blau-Gelb trennt sich vom FC Münster 05 1:1 (0:0) – immerhin 1:1 oder nur 1:1? Das blieb letztlich offen. „Es war ein schwaches Spiel“, bilanziert Trainer Daniel Helmes. Andererseits aber eins, in das sich Fans des Abstiegskampfes verlieben konnten: Stockfehler, Fehlpässe, jedoch auch sehr viel Herz und Spannung. Ach doch, das war durchaus was fürs Gimbter Publikum.

Ein Pferd wurde unter den Fans übrigens nicht gesichtet: ein geschenkter Gaul nämlich. Denn: Wegen des Rückzugs des TuS Altenberge II bekommt Blau-Gelb plötzlich die Chance auf den Ligaverbleib – bei elf (!) Pünktchen aus 21 Spielen eigentlich unglaublich.

Also dann, hinein ins Getümmel: Für die Gäste läuft das hier im Prinzip längst unter dem Motto „Wochenend‘ und Sonnenschein“ – trotzdem gehört ihnen die Anfangsphase: Alexander Gradin muss für die Gimbter gleich zweimal im Eins-gegen-Eins retten (5./.9.).

Von den Gastgebern schießt Pierre Ruch einmal gefährlich aufs Tor (14.). Ansonsten ist das ein Kick, an dem die Metzger-Innung ihre Freude hätte: jede Menge Gehacktes an der Schlage.

Alles wirklich Erzählenswerte geschieht im zweiten Durchgang: 49. Minute, Peer Kösters klopft einen Freistoß aus der eigenen Abwehr nach vorne – und als der Ball am anderen Ende des Spielfelds wieder runterfällt, wirft sich Pierre Ruch artistisch in ihn hinein, trifft ihn mit der Hacke – im hohen Bogen ins Glück, 1:0, was für ein Kunstwerk! Und ein Tor, das an sich so gar nicht zu diesem Spiel passt.

„Danach hätten wir es cleverer zu Ende bringen müssen“, analysiert Daniel Helmes. Und Titus Hartweg hätte nach einer tollen Einzelaktion fast das 2:0 erzielt (81.). Aber hätte, hätte, hätte – auch heute trägt der Konjunktiv leider keine Rückennummer.

Ganz ohne Wenn und Aber kommen die Münsteraner in der 89. Minute noch mal über links, die Gimbter greifen erst zögerlich an und vergessen dann im Zentrum auch noch einen – es steht 1:1, und wenig später ist auch schon Schluss.

Die gute Nachricht: Auch Konkurrent Saxonia Münster spielte nur Unentschieden. Zwei Spieltage sind‘s noch – zwei letzte Chancen.

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