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Punkte sammeln, Prämien kassieren: Beim 33. Sprinterpokal räumen die TVE-Staffeln ab

„So richtig gute Schwimmer...“

Greven

Die TVE-Schwimmer verfahren beim 33. Sprinterpokal nach der berühmten Jürgen-Klinsmann-Methode: einfach schnell Reißaus nehmen! Gleich vier Gastgeber-Staffeln schnappen sich bei der Kult-Veranstaltung im Grevener Hallenbad die Trophäen.

Stefan Bamberg

Wer triumphieren will, muss vielseitig sein: Knapp 300 Schwimmer gingen im Hallenbad auf wilde Sprinterpokal-Jagd. Foto: Stefan Bamberg

Sowas ist natürlich Pech. Da stehst Du am Sonntagmorgen extra früh auf, weil Du den Kindern was bieten willst – und dann das: „Tja...“, sagt die mit allerhand Taschen bepackte Mutter zu ihrer Brut, „ich glaube, wir können hier jetzt nicht schwimmen.“ Ein zweiter prüfender Blick – aber kein Zweifel: Heute haben andere Vorrecht. Nämlich: „So richtig gute Schwimmer!“, wie der mitgebrachte Filius sofort bemerkt. Und wenn er die tickenden Stoppuhren, die peitschenden Wellen, die lauten Anfeuerungsrufe der Coaches so auf sich wirken lässt, dann ist dieses Spektakel zum Zuschauen eigentlich auch ganz spannend. Vor allem aber ist es: ziemlich schnell! Oder, wie das in der Sprache der „so richtig guten Schwimmer“ heißt: „Heute schwimmen bestimmt 90 Prozent meiner Leute persönliche Bestzeit.“ Das notiert Margitta Tollkühn. Die Trainerin des TVE Greven gerät auch bei dessen 33. Auflage ins Schwärmen – ins Schwärmen über die Faszination Sprinterpokal.

Irgendwie, so scheint es auch für Tollkühn immer, bringen hier  alle noch ein paar Prozente mehr als sonst. Die Qual der Wahl hat sie, wen sie nominiert für ihre Teams, die in den legendären Staffeln am Ende um die Trophäen kämpfen. Erstmals schickt der Gastgeber je drei Staffeln ins Rennen, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern.

TVE-Vierfach-Triumph

Und erstmals wieder, nach sehr langer Zeit, beschleicht Tollkühn schon mittags die Ahnung vom absoluten Top-Ergebnis: „Zwei Sekunden Vorsprung – wenn ich richtig mitgestoppt hab.“ So ist es: Lucy Springensguth, Sophie Kroner, Sophie Zeggelaar und Kim Kleimeier holen Freistil-Gold.

Und Tollkühns Jungs? Ja, die gehen die Sache nicht zum ersten Mal nach der berühmten Jürgen-Klinsmann-Taktik an: einfach schnell Reißaus nehmen! Als Altmeister Jan Kleimeier, auf zweiter Position gesetzt, an Damian Kucuran übergibt, ist der TVE schon weit vorn. Da kann Maximilian Schülling auf der Vier das Rennen entspannt nach Hause baden. Der TVE-Doppeltriumph über die ICE-Strecke, über die 4x50 Meter Kraul, ist damit perfekt.

Stichwort perfekt: Perfektes Badewetter mal wieder! 27 Grad Wassertemperatur. Und der Modus fix erklärt: Freistil, Rücken, Schmetterling, Brust – wer einen Sprinterpokal abräumen will, muss vielseitig sein. Ausgehend vom jeweiligen Weltrekord, werden nach einem vom Schwimmverband (DSV) ausgetüftelten System die Punkte errechnet und addiert. Punkte sammeln, Prämieren kassieren.

Nur eins ist dabei nicht wie immer: Sabine Meyer, die Frau der Zeiten und Daten, schafft‘s wegen eines Geburtstags ausnahmsweise erst zur Siegerehrung – Sebastian Eichner vom TV Gronau gibt vertretungsweise den Graf Zahl. Einen gewissen Maxi Schülling hat er mehrfach auf der Rechnung: Zunächst gewinnt Grevens Beinahe-Sportler-des-Jahres die prestigeträchtigen 100 Meter Lagen. Und schließlich auch noch mit der Lagenstaffel, die das Feld aus dem langsameren ersten Lauf heraus von hinten aufräumt.

Von vorneweg erledigen es die Ladies – das Gold-Quadruple unter Dach und Fach!

Der kleine Mann hatte es ja gleich gesagt: so richtig gute Schwimmer...

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